Digital Life 

Neue Studie: Jeder Vierte wird Opfer von Cyberkriminalität – und ist selbst schuld

Die Zahlen zur Cyberkriminalität erschrecken. Doch es gibt eine gute Nachricht: In vielen Fällen können User selbst Einfluss nehmen.
Die Zahlen zur Cyberkriminalität erschrecken. Doch es gibt eine gute Nachricht: In vielen Fällen können User selbst Einfluss nehmen.
Foto: iStock/laflor
Gerade junge Leute fallen Betrügern im Internet zum Opfer. Denn: Digital Natives fühlen sich sicher, auch wenn sie schon schlechte Erfahrungen gemacht haben. Die ältere Generation ist vorsichtiger.

Im vergangenen Jahr hat die Polizei 272.000 Fälle von Cyberkriminalität registriert. Das Digitalbarometer, das einmal jährlich vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstellt wird, zeigt nun: Tatsächlich sind in Deutschland viel mehr Nutzer betroffen, als es die Kriminalstatistik vermuten lässt.

BSI-Digitalbarometer: Jeder Vierte Opfer von Cyberkriminalität

Das Digitalbarometer wird jährlich vom BSI erhoben, um auf Probleme bei der Internet-Sicherheit zu identifizieren. Die Ergebnisse der diesjährigen Studie sind erschreckend: Jeder vierte Deutsche zwischen 16 und 69 Jahren war demnach schon einmal Opfer von Kriminalität im Internet.

Wider Erwarten trifft es häufig junge Leute: Wie die repräsentative Untersuchung zeigt, gibt es große Unterschiede zwischen Millennials und der Generation Z und der Ü-50 Generation. Das liegt laut Experten an der Sensibilisierung der Nutzergruppen: Bei den 16- bis 29-Jährigen würden sich beispielsweise nur 28 Prozent präventiv über Sicherheitsthemen informieren, bei den Älteren seien es etwa 38 Prozent.

Vorsicht mit deinen Daten
Vorsicht mit deinen Daten

Cyberkriminalität: Das sind die größten Gefahren

Die Motive von Cyberkriminellen seien häufig monetäre Vorteile oder Nutzerdaten, die sich verkaufen lassen. Aus der Statistik des BSI ergeben sich so die derzeit größten Gefahren im Netz:

  • Betrug beim Online-Shopping: 36 Prozent der Befragten haben das bereits erlebt
  • Datendiebstahl/Phishing: 28 Prozent der Deutschen betroffen
  • Viren oder Trojaner: 26 Prozent entdeckten Schadsoftware auf ihren Geräten
  • Identitätsdiebstahl: 18 Prozent haben Kriminellen unfreiwillig ihre Identität gegeben
  • Erpressersoftware: 13 Prozent wurden digtal erpresst
  • Cybermobbing: 13 Prozent wurden im Internet gemobbt

Sicherheitslücken sind gefundenes Fressen

Bei der Prävention solcher Straftaten sehen Experten nicht nur die Polizei, sondern vor allem die Nutzer in der Verantwortung. Denn die Angreifer sind nur deshalb so erfolgreich, weil User es ihnen leicht machen. „Nur wenige (Verbraucher) schützen sich — und noch weniger schützen sich proaktiv oder machen sich schlau", so der BSI-Vizepräsident Gerhard Schabhüser.

Nur die Hälfte aller Befragten verwende sichere Passwörter, gerade einmal 36 Prozent installieren regelmäßig Updates und knapp ein Drittel hätten keine Antivirensoftware. Dabei ist mehr Schutz nicht zwingend großer Aufwand: Das sind die besten Strategien für ein sicheres Passwort. Nutzt du folgendes Passwort, könntest du jedoch Opfer eines Hackerangriffs geworden sein.

Zu den Kommentaren
Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen