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Neues Online-Banking-Verfahren sorgt für große Verwirrung bei den Kunden

Viele Kunden sind jetzt schon überfordert: Ab dem 14. September ändert sich einiges beim Online-Banking.
Viele Kunden sind jetzt schon überfordert: Ab dem 14. September ändert sich einiges beim Online-Banking.
Foto: iStock/fizkes
Ab Samstag ist es soweit: Für Kunden, die Online-Banking nutzen, tritt eine Änderung in Kraft, die einige Aspekte des Zahlungsprozesses komplizierter gestalten.

Ab dem 14. September 2019 werden auch Kunden des Online-Bankings mit den Folgen der neuen EU-Zahlungsrichtlinien PSD2 konfrontiert. Diese legt die starke Kundenauthentifizierung fest, das heißt zum Konto-Log-in sind Benutzername und Passwort allein nicht mehr aussreichend. Doch die Neuerung scheint viele Kunden zu verwirren.

Online-Banking: Was genau verändert sich eigentlich?

Loggst du dich ab Samstag, den 14. September, in dein Konto für das Online-Banking ein, musst du neben deinem Passwort noch einen Sicherheitscode, eine sogenannte TAN, eingeben. Dabei kann es sich beispielsweise um eine mTAN handeln, die du per SMS auf dein Handy bekommst. Manche Banken wollen die TAN bei jedem Log-in, andere wiederum fragen dich nur alle 90 Tage nach der Eingabe.

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Klingt einfach, aber trotzdem problematisch

Das klingt doch erst einmal ganz einfach. Warum sind aber trotzdem einige Kunden verwirrt? Es betrifft vor allem diejenigen, die die App ihres Kreditinstituts nutzen, wie das Handelsblatt berichtet. Dafür gibt es nämlich unterschiedliche Umsetzungen, wenn es um das Multi-Banking-Angebot geht. Manche Apps funktionieren nämlich nur eingeschränkt oder gar nicht.

  • Commerzbank: Das Multi-Banking-Angebot wurde zeitweise abgeschaltet, da für die Zwei-Faktor-Authentifizierung Anpassungen notwendig waren.
  • Comdirect: Multi-Banking wird für externe Konten nicht möglich sein. Die App greift noch nicht für die unterschiedlichen TAN-Verfahren der Konten.
  • Consorsbank: Seit Ende August wird bereits auf das Multi-Banking-Angebot verzichtet.
  • Deutsche Bank: Es könnte zu zeitweisen Einschränkungen kommen. Allerdings wird daran gearbeitet, dass die Kunden schnellstmöglich alle Funktionen mit der App nutzen können.
  • Numbers: Das Finanz-Start-up arbeitet an der Anzeige von Daueraufträgen oder zeitlich festgelegten Überweisungen.
  • Finanzblick: Es wird ebenfalls mit Problemen bei der Umstellung gerechnet.

Diese unterschiedlichen Anpassungen an die starke Kundenauthentifizierung sorgt bei Kunden für Verwirrung, da es keine einheitliche Regelung der Kreditinstitute zu geben scheint. Doch es hilft wohl alles nicht. Vorerst müssen Kunden sich gedulden, bis die Banken ihre Angebote angepasst haben.

Das ist aber nicht alles, was sich ab September beim Online-Banking und Online-Shopping ändert. Es kommen noch sechs weitere Neuerungen auf den Verbraucher zu. Mit diesen Tricks klappt das sichere Online-Banking.

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