Digital Life 

So stünde es um Disney und Apple, wenn Steve Jobs noch am Leben wäre

Die Freundschaft zwischen Bog Igers und Steve Jobs hätte den Machtkampf von Apple und Disney vermutlich verhindern können.
Die Freundschaft zwischen Bog Igers und Steve Jobs hätte den Machtkampf von Apple und Disney vermutlich verhindern können.
Foto: imago images/ZUMA Press
Wenn Steve Jobs noch am Leben wäre, wäre bei Apple vermutlich einiges anders gelaufen. Doch auch Disney wurde durch seinen Tod beeinflusst.

Disney und Apple starten beide im November ihre eigenen Streaming-Dienste: Apple TV+ und Disney+. Disney-Chef Bob Iger sagt, dass die beiden Unternehmen nicht immer miteinander konkurrierten. So stünde es um die beiden US-Riesen, wenn Steve Jobs noch am Leben wäre.

Apple TV+ und Disney+: Darum gäbe es mit Steve Jobs keine Konkurrenz

In einem Auszug aus seiner Autobiografie, die am Mittwoch in Vanity Fair veröffentlicht wurde, gab Iger bekannt, dass Disney und Apple wahrscheinlich fusioniert wären, wenn Steve Jobs nicht im Jahr 2011 gestorben wäre. „Ich glaube, wenn Steve noch am Leben wäre, hätten wir unsere Unternehmen zusammengelegt, oder zumindest die Möglichkeit sehr ernsthaft diskutiert “, schrieb Iger.

Der Auszug stammt aus seinem neuen Buch, in dem Igers auf seine enge Beziehung zu dem Apple-Mitgründer Steve Jobs eingeht. Laut Iger hat der frühere CEO Michael Eisner die Beziehung des Unternehmens zu Jobs ruiniert, indem er Pixars Partnerschaft mit Disney zerstört hat und so eine Zusammenarbeit der beiden Giganten unmöglich gemacht, wie Vanity Fair berichtet.

Videos rund um Apple
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Jobs und Iger waren dicke Freunde

"Im Januar 2004 gab Steve in aller Öffentlichkeit bekannt, dass er sich nie wieder mit Disney befassen würde", schrieb Iger. Der Disney-Chef gab sich danach größte Mühe, Steve Jobs Vertrauen in Disney wieder aufzubauen.

Im Oktober 2005 standen die beiden beim Apple-Launch zusammen auf der Bühne und kündigten an, dass fünf Disney-Shows - darunter zwei der beliebtesten TV-Sendungen ‚Desperate Housewives 'und‚ Lost' - jetzt bei iTunes zum Download angeboten werden. Es war ein kleiner Deal zwischen Freunden, der zu einem viel größeren Deal hätte führen können: Disneys Erwerb von Pixar für 7,4 Milliarden US-Dollar sowie ein Sitz für Steve Jobs im Disney-Vorstand.

Nun aber, da Steve Jobs tot ist, müssen sich die beiden Unternehmen mit ihren Streamingangeboten einen erbitterten Kampf liefern. Immerhin kommt Apple TV+ mit geballter Hollywood-Power auf den Markt. Auch Disney+ will die Streaming-Herrschaft an sich reißen. Doch lohnt sich ein Disney+-Abo überhaupt?

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