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Apple sieht sich als Klimaretter – aber sind die Maßnahmen genug?

Was soll man mit kaputten iPhones machen? Apple setzt nun auf Recycling.
Was soll man mit kaputten iPhones machen? Apple setzt nun auf Recycling.
Foto: iStock/Beeldbewerking
Der iPhone-Konzern will sich für die Umwelt einsetzen und hat sich dafür eine simple Strategie ausgedacht: Recycling. Ob sich das auszahlt, ist bisher fraglich.

Ein Konzern wie Apple hat großen Einfluss. Dies soll nun ins Positive umgewandelt werden, wenn es nach Apple-Umweltchefin Lisa Jackson geht. Das iPhone-Unternehmen möchte sich für Recycling und erneuerbare Energien einsetzen. Reicht Apples Recycling-Strategie aus, um sich für den Klimaschutz einzusetzen?

Apple-Recycling: Strategie für die Rettung unserer Zukunft?

"Wir glauben, dass es wichtig ist, unsere Rolle in der Privatwirtschaft zu nutzen, um Druck für mutiges Handeln beim Klimaschutz zu machen — und mit gutem Vorbild voranzugehen", erklärt die Umweltchefin Apples neue Recycling-Strategie, wie Business Insider berichtet. Bereits beim neuen iPhone 11 hat das Unternehmen auf den Einsatz von seltener Erden gesetzt. Damit will der iPhone-Konzern auch andere Unternehmen animieren, recyceltes Material bei der Herstellung zu verwenden.

Beim Apple-Recycling wird auch Aluminium wiederverwertet. Aber reicht das aus, damit sich mehr Leute dafür einsetzen gegen den Klimawandel anzugehen? Nur weil die "Fridays for Future"-Bewegung die Menschen auf die Straße bringt, rettet doch ein bisschen Recycling nicht gleich die Welt, oder?

Muss es immer Apple sein? Diese Nachteile hat das iPhone
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Jackson hat auch hierfür eine Antwort: Die meisten Firmen gingen davon aus, dass sie sich zwischen unserem Planeten und ihrem eigenen Profit entscheiden müssten. Dabei ginge es eigentlich eher darum, Lösungen zu finden, die beides vereinen. Staatliche Regulierungen könnten an dieser Stelle ebenfalls hilfreich sein.

Apple kommuniziert CO2-Ausstoß

2018 gab Apple bekannt, dass alle Standorte des iPhone-Konzerns mit erneuerbaren Energien betrieben werden sollen. Auch 44 Zulieferer des Unternehmens haben sich nun hierzu verpflichtet. Apple kommuniziert auch, wie viel CO2-Ausstoß jedes Gerät während der Lebensdauer erzeugt. Beim neuen iPhone sieht es wie folgt aus:

  • 72 Kilogramm CO2 pro Smartphone
  • 79 Prozent entstehen durch die Produktion des iPhone 11
  • 17 Prozent bei der Nutzung

Nicht nur Apple will mit Recycling etwas für den Umweltschutz machen, sondern auch andere Unternehmen ziehen mit. Amazon-Chef Jeff Bezos kündigte kürzlich drei Maßnahmen seines Unternehmens an. Denn die Gefahr ist real: In nur 30 Jahren könnte die Menschheit ausgerottet werden.

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