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Ja, Cookies löschen ist nervig – aber du solltest es unbedingt tun

Du solltest wirklich deine Cookies löschen. Sagt auch die Verbraucherzentrale.
Du solltest wirklich deine Cookies löschen. Sagt auch die Verbraucherzentrale.
Foto: imago images/Future Image
Wenn du auch nie deine Cookies löschst, bist du wie viele andere. Das Problem ist nur: Du solltest dringend damit anfangen, warnen auch Verbraucherschützer.

Um das noch einmal klarzustellen: Cookies sind essenziell für das Internet, wie es heute funktioniert. Sie speichern Informationen von dir als Nutzer ab und verwenden diese, um deine Aktivitäten im Netz zu tracken und personalisierte Werbung auszuspielen. Das findest du nicht schlimm? Die Verbraucherzentrale allerdings schon. Sie schlägt jetzt mehr denn je Alarm: Du sollst endlich regelmäßig deine Cookies löschen.

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Cookies löschen ist wichtig: Diese Nachteile haben sie

Cookies, die kleinen Informationsdateien, die auf deinem Handy, Tablet oder Computer gespeichert werden, sobald du eine Website besuchst, bieten den Betreibern und Drittanbietern die perfekten Informationen über dich. Kein Wunder, dass es wegen ihrer schieren Anzahl schnell unübersichtlich wird. Und ebenso verständlich ist die Tatsache, dass deshalb so viele Internetnutzer keine Lust haben sich mit der Tracking-Methode zu beschäftigen. Dabei ist es dringend empfehlenswert, seine Cookies zu löschen.

Das mahnt jetzt auch die Verbraucherzentrale. Denn neben einigen Vorteilen haben Cookies für dich als Nutzer vor allem Nachteile.

Die Vorteile von Cookies

Für Unternehmen und Drittanbieter sind Cookies eine wichtige Sache. Sie können durch die Informationen, die in den kleinen Dateien gesammelt werden, Nutzerprofile erstellen. Dadurch bekommst du immerhin personalisierte Werbung, was nicht immer schlecht sein muss. Denn schließlich bekommst du Produkte und Dienstleistungen präsentiert, die deinem Bildungsstatus, Einkommen und deinen Interessen auch entsprechen.

Die Nachteile von Cookies

Das größte Problem aber ist der Datenschutz. Für dich als User ist die Vielzahl an verwendeten Cookies von allen möglichen Unternehmen ein Nachteil. Du weißt so nie, wer deine Daten automatisch bekommt und wer was damit macht. Es liegt also auch an einer herrschenden Intransparenz, die schwer nachvollziehbar ist. Je mehr Informationen über dich gesammelt werden, desto wertvoller ist übrigens dein Profil. "Profiling" nennt sich die professionelle Werbevermarktung deiner Nutzerinformationen. Das gefällt nicht jedem.

Cookies löschen jetzt: Das raten Verbraucherschützer

Nicht nur deshalb solltest du es dir unbedingt angewöhnen, deine Cookies zu löschen. Und das bedeutet im digitalen Zeitalter: Cookies löschen auf dem Handy, Cookies löschen in Chrome, Cookies löschen in Firefox, Cookies löschen auf dem Android-Handy und Cookies löschen auf dem iPhone. Denn auf jedem deiner Geräte wirst du derartig getrackt.

Auf den meisten Geräten ist es ganz einfach, die Cookies zu deaktivieren. Diese Einstellungen im Browser solltest du laut Verbraucherzentrale beherzigen:

  • "Datenschutz" > "Inhaltseinstellungen" löschen – bestenfalls nach jedem Surfen, mindestens einmal monatlich
  • "Einstellungen/Datenschutz" > Cookies nach jeder Sitzung automatisch löschen lassen
  • "Einstellungen" > "Datenschutz" > "Cookies von Drittanbietern akzeptieren" > Option "nie akzeptieren" (bei Safari: "Cookies blockieren" > Option "Von aktueller Website erlauben"
  • Nutze den anonymen Surf-Modus in deinem Browser, auch Inkognito-Modus genannt. Er ist meist rechts neben der Adresszeile zu finden.

Wichtig: Du solltest trotzdem nicht alle Cookies grundsätzlich ablehnen, sonst wird es beispielsweise beim Online-Shopping schwierig, wenn der Warenkorb darüber funktioniert. Nimm dich außerdem vor der Browser-Einstellung "Do Not Track" in Acht, die laut Verbraucherzentrale nur eine unverbindliche Empfehlung an die Unternehmen und Drittanbieter ist und daher nur bedingt Schutz bietet.

Tipp: Ein Anti-Tracking-Programm (zum Beispiel "Privacy Badger") kann helfen und einen Eindruck vermitteln, welche Unternehmen auf welcher Website Daten sammeln.

Was bringt das eigentlich?

Löschst du deine Cookies, müssen Drittanbieter bei jeder neuen Sitzung einen neuen Cookie setzen. Das bedeutet, du kannst nicht mehr langfristig getrackt werden. Allerdings sorgt die Cookie-Löschung auch dafür, dass du nicht mehr automatisch eingeloggt bleiben kannst, was für die Anmeldung in sozialen Netzwerken oder Online-Bezahldiensten unbequem ist. Laut Verbraucherschützern ist dies aber sowieso zu vermeiden, um Unbefugten keinen leichten Zugang zu deinen Accounts zu geben.

Cookies löschen: Es geht um deinen Schutz

Cookies können praktisch sein, wenn du auf personalisierte Werbung stehst, oder sogar notwendig, wenn dein Online-Warenkorb darüber funktioniert. Der Verbraucherzentrale zufolge haben sie jedoch viel mehr Nach- als Vorteile. Mit ihrer Hilfe sammeln Unternehmen und Drittanbieter haufenweise Informationen über dich. Aus Datenschutzgründen ist es jedoch empfehlenswert, anonym zu surfen. Deshalb solltest du deine Cookies löschen, die du nicht brauchst, und zwar auf allen Geräten.

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