Digital Life 

Handynutzung soll dumm machen, sagen Forscher – da ist was Wahres dran

Forscher glauben, dass Handynutzung dumm macht. Was ist da dran?
Forscher glauben, dass Handynutzung dumm macht. Was ist da dran?
Foto: iStock/Deagreez
Viele fällt es schwer, die Finger im Alltag von ihrem Smartphone zu lassen. Doch das kann sich nun auch auf deine Intelligenz auswirken: Macht Handynutzung wirklich dumm?

Ob du in der Bahn unterwegs bist, oder mit Freunden beim Essen zusammensitzt: Das Smartphone liegt doch meistens in deine Nähe, um auch schnell noch irgendwelche Mitteilungen zu checken. Was für dich mittlerweile unterbewusste Handlungen sind, kann wohl weitreichende Folgen nach sich ziehen. Inwiefern beeinflusst dich deine tägliche Handynutzung? Wir verraten es dir.

Handynutzung im Alltag: Wie gefährlich ist sie für dich?

Wie Forscher herausgefunden haben, erhöht sich durch die Handynutzung unser Cortisol-Spiegel im Körper. Sobald sich das Smartphone in der Nähe befindet, steigt dieser Spiegel und manche Leute beginnen sogar sich einzubilden, dass sie ihr Telefon hören könnten. Das Handy ist dabei ein physischer und zeitgleich emotionaler Stressfaktor, da wir einem Druck ausgesetzt sind, der uns das Gefühl gibt, etwas zu verpassen, wenn wir nicht auf das Handy schauen, berichtet der Standard.

Um den Stresspegel zu senken, greifen wir also zum Smartphone. Aber was hat das mit dem Cortisol zu tun? Bei Cortisol handelt es sich um ein Stresshormon, das unseren Blutdruck und Puls hochtreibt. Im Ernstfall soll es unseren Körper auf einen Kampf oder eine Flucht vorbereiten.

Handys im Alltag: Darauf solltest du achten
Handys im Alltag: Darauf solltest du achten

Das Handy löst einen Teufelskreis aus

Doch im Zusammenhang mit der Handynutzung sind weder ein Kampf noch eine Flucht notwendig. Daher ist der steigende Cortisol-Spiegel keine wünschenswerte Reaktion. Letztendlich bringt uns das Smartphone in eine Art Teufelskreis.

  • Der Blick auf das Handy beruhigt uns – allerdings nur für kurze Zeit.
  • Wir tauchen in eine Phase der Entspannung ein.
  • Diese wird aber durch die nächste Stresswelle abgelöst.
  • Um den Stresspegel zu senken, greifen wir wieder zum Smartphone.

Ein erhöhter Cortisol-Spiegel tritt im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten auf:

  • Übergewicht
  • Typ-II-Diabetes
  • hoher Blutdruck
  • erhöhtes Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko

Wieso soll Handynutzung dumm machen?

Chronische Krankheiten werden durch Stress verschlimmert. Unsere Handynutzung trägt also dazu bei, dass solche Symptome schlimmer werden. Der erhöhte Cortisol-Spiegel kann sich auch auf unser Gehirn auswirken, genauer gesagt auf den präfrontalen Cortex. Wir nutzen dieses Hirnareal, um zu planen oder Probleme zu lösen. Wird diese Region beeinträchtigt, verlieren wir an Selbstkontrolle. Wir beginnen dümmere Entscheidungen zu treffen.

Durchbrich den Teufelskreis

So weit musst du es aber nicht kommen lassen. Es gibt die Möglichkeit den Teufelskreis zu durchbrechen, indem du dein Gehirn trainierst und somit die Stresssituation reduzierst.

  1. Deaktiviere alle unwichtigen Benachrichtigungen auf deinem Smartphone.
  2. Identifiziere alle Apps, die bei dir einen hohen Stresspegel auslösen. Selbstreflexion kann dir bei dieser Aufgabe helfen.
  3. Selbstdisziplin ist der Schlüssel zum Erfolg: Entferne diese Apps oder verstecke sie in einem Ordner. Regelmäßige Auszeiten von der Handynutzung sind ebenfalls hilfreich.

Ausreichend Schlaf hilft dir ebenfalls dabei, gesund zu bleiben. Sieben bis acht Stunden senken den Cortisol-Spiegel. Deswegen solltest du dein Handy auch nicht mit ins Bett nehmen. Das passiert dann nämlich mit deinem Gehirn. Auch nachts solltest du lieber darauf verzichten, dein Handy zu checken. Die Handynutzung in der Nacht ist gefährlich für dich.

Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen