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Das war es mit dem "Autopilot": Neue Klage macht Tesla zu schaffen

Eine Klage nach der anderen flattert derzeit bei Elon Musk ins Haus. Nun geht es um den Tesla-Autopiloten, der mit falschen Versprechen werben soll.
Eine Klage nach der anderen flattert derzeit bei Elon Musk ins Haus. Nun geht es um den Tesla-Autopiloten, der mit falschen Versprechen werben soll.
Foto: Drew Angerer/Getty Images
Neben der Börsenaufsicht in den USA hat es nun auch die deutsche Wettbewerbszentrale auf Elon Musk abgesehen und Klagt gegen den Tesla-Autopilot.

Der Tesla-Autopilot brachte in der Vergangenheit nicht nur Sorgen der Sicherheit mit sich. In den USA machten die ambitionierten Versprechen des CEOs Elon Musk die Börsenaufsicht stutzig, in Deutschland ist es nun die Wettbewerbszentrale die sich dem Autobauer annimmt. Damit erreicht das Unternehmen eine weitere von vielen Klagen, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten angehäuft haben.

Bei Tesla ist immer etwas los
Bei Tesla ist immer etwas los

Wettbewerbszentrale: Tesla-Autopilot bewirkt neue Klage

Am Dienstag erklärte die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs, sie habe am Landgericht München eine Klage gegen den Autobauer Tesla eingereicht. Konkret gehe es dabei um irreführende Werbung, in der suggeriert wird, dass der Tesla-Autopilot das autonome Fahren auf deutschen Straßen und Autobahnen ermögliche. Bis Ende 2019 soll der Autopilot außerdem noch so einiges mehr können.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge kritisierte die Wettbewerbszentrale im Rahmen ihrer Erklärung mitunter, die Aussage des US-Unternehmens, der Tesla-Autopilot ermögliche "automatisches Lenken, Beschleunigen und Bremsen". Tatsächlich handelt es sich bei den angepriesenen Funktionen lediglich um Fahrassistenzsysteme, zumal einige davon in der Bundesrepublik derzeit überhaupt nicht zugelassen sind.

Elon Musk, seine Firmen und das Recht

In der Vergangenheit wurde der Tesla-Autopilot von diversen unabhängigen Institutionen und Regierungsbehörden analysiert. Für deutsche Straßen sei er jedoch nach wie vor zu unsicher. Immerhin müssen die Menschen dabei ihr Leben einer Maschine mit annähernd künstlicher Intelligenz und unzähligen Sensoren anvertrauen. Da nimmt man das Ganze doch lieber in die eigenen Hände.

"Die gegenwärtigen Autopilot-Funktionen verlangen aktive Überwachung durch den Fahrer – ein autonomer Betrieb des Fahrzeugs ist damit nicht möglich", heißt es zwar auf der Webseite des Herstellers, allerdings scheint diese kurze Ergänzung der Wettbewerbszentrale nicht zu genügen. Doch geht es nicht nur um den Tesla-Autopiloten: In den USA steht der CEO selbst vor Gericht, im Prozess um Elon Musks Vermögen gehen die Anwälte aufs Ganze.

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