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Konkurrenz für den Tesla-Akku? Diese Super-Batterie lädt innerhalb kürzester Zeit

Eine neue Batterie könnte einem Tesla-Akku bald Konkurrenz machen.
Eine neue Batterie könnte einem Tesla-Akku bald Konkurrenz machen.
Foto: imago images/imagebroker
Wer sich für ein Elektroauto entscheidet, muss auch die Ladezeit des Akkus einplanen. Nun kommt ein Akku, der sogar einen Tesla-Akku in den Schatten stellen kann.

Elektroautos sind gut für das Gewissen, doch das Laden des Akkus kann ganz schön nerven. Doch nun soll einer Elektroauto-Akku die Ladezeit deutlich reduzieren. Wie schnell dieser Akku lädt und ob er Tesla-Akkus nun ernsthafte Konkurrenz machen kann, verraten wir dir.

Tesla-Akku adé: Nun kommt der neue Super-Akku

Ein Tesla-Akku braucht etwa 30 Minuten um wieder aufgeladen zu sein und eine Reichweite von 270 Kilometern zu haben. Eine halbe Stunde klingt nicht wirklich lang, doch nun haben US-Forscher einen neuen Elektroauto-Akku gebaut, der sich viel schneller laden lässt: Innerhalb von zehn Minuten ist der Super-Akku wieder aufgeladen.

Das Geheimnis, das hinter der Konkurrenz für den Tesla-Akku steckt, ist eine dünne Folie aus Nickel. Sie ist fein wie ein Haar und wiegt so viel wie ein Cent-Stück. In zehn Minuten ist die Batterie dadurch auf 80 Prozent aufgeladen. Damit würde sich die Ladezeit für Elektroautos deutlich reduzieren. Es würde kaum länger dauern, als das normale Tanken eines Autos.

Der Nachteil des Elektroautos wird dadurch gemindert

Bislang konnten sich Elektroautos auf deutschen Straßen nicht durchsetzen, weil die ungeplante Zwangspause durch einen leeren Akku für viele Autofahrer einfach nur nervig war. Selbst neuere Modelle wie ein Tesla-Akku brauchen mindestens eine halbe Stunde. Diese lange Ladezeit kommt von Lithium-Ionen-Zellen. Beim Aufladen werden die Lithium-Ladungsträger in einer Elektrode eingelagert. Beim Entladen werden sie wieder abgerufen.

Das Problem dabei: Wird eine Batterie zu schnell geladen, ist die Gefahr groß, dass die Ladungsträger auf der Oberfläche der Elektroden bleiben und eine metallische Schicht bilden. Der Elektroauto-Akku verliert an Leistung oder es kommt sogar zu einem Kurzschluss und das kann die Batterie zerstören.

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Das macht der neue Akku anders

Diese Probleme umgeht die neue Batterie durch eine eingebaute Heizung. Durch die Nickelfolie lässt sich die Temperatur im Inneren des Akkus auf 60 Grad Celsius erhöhen. Die Wärme verhindert das Bilden einer Lithium-Schicht. Hohe Temperaturen wurden bislang vermieden, da dadurch auch unerwünschte chemische Reaktionen ausgelöst werden können. Doch da dies nur für eine kurze Zeit geschieht, werden die Nebenwirkungen reduziert.

Bisherige Messungen zeigen, dass der neue Super-Akku 2.500 Ladezyklen ohne Probleme wegsteckt. Die Batterie konnte immer noch über 90 Prozent der Ladung speichern. Ob sich die Konkurrenz des Tesla-Akkus auch in der Realität bewähren kann, wurde noch nicht getestet. Bislang wurde die Batterie nur unter Idealbedingungen im Labor getestet.

Ob der Tesla-Akku im neuen Model Y etwas schneller lädt? Tesla Model Y startet jedenfalls schon einmal in die Produktion. Gegner von Elektroautos glauben, dass ihre Technologie nicht standhalten könnte. Darum solltest du kein Elektroauto kaufen.

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