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Handy-User kaufen Datenvolumen dazu – damit begehen sie einen kostspieligen Fehler

Datenvolumen kauft man schnell mal dazu, doch das ist eine regelrechte Kostenfalle.
Datenvolumen kauft man schnell mal dazu, doch das ist eine regelrechte Kostenfalle.
Foto: iStock/AaronAmat
Viele Mobilfunkanbieter geben dir die Möglichkeit am Ende des Monats Datenvolumen zu kaufen, wenn du deins aufgebraucht hast. Doch viele User sollten das lieber lassen.

Es wirkt wie ein Geschenk des Himmels, wenn du deine mobilen Daten noch vor dem Monatsende verbraucht hast und die Möglichkeit hast, ein neues Datenpaket hinzuzukaufen. Doch nun warnen Experten genau vor diesem Verhalten. Wir verraten dir, warum du lieber kein neues Datenvolumen kaufen solltest.

Datenvolumen kaufen: Damit begehst du einen Fehler

Eine Plattform für Mobiltelefone und Elektronik wollte herausfinden, ob Handy-User auch Datenvolumen kaufen, dass ihrer Handynutzung entspricht. Dazu wurde eine Umfrage unter US-amerikanischen Smartphone-Nutzern gestartet, die danach gefragt wurden, wie viel mobile Daten sie in einem durchschnittlichen Monat verbrauchen und ob sie auch Pakete hinzukaufen.

Bei den Ergebnissen gilt zu beachten, dass die Antworten auf der Wahrnehmung der Befragten beruhen. Die Umfrage ergab folgende Erkenntnisse:

  • 42 Prozent der Befragten gaben an ein Datenlimit zu haben
  • 41 Prozent hatten unbegrenztes Datenvolumen im Monat zur Verfügung
  • 10 Prozent hatten einen Familien-Tarif
  • 4 Prozent hatten einen Prepaid-Tarif
  • 3 Prozent konnten keine Auskunft über ihren Tarif geben

Ein Viertel der User kauft ein neues Datenpaket hinzu

Wie die Forscher erkennen mussten, sind nicht alle Tarif gleich, selbst wenn sie unbegrenztes Datenvolumen versprechen. Auch Tarife mit einer Grenze für das mobile Datenvolumen variieren stark. Der Durchschnitt für das begrenzte Datenvolumen lag aber bei 5 Gigabyte im Monat.

Obwohl nur 12 Prozent der Handy-User angaben, dass sie jeden Monat Datenvolumen kaufen mussten, weil sie ihren Mobilfunktarif völlig ausschöpften, stellte sich aber heraus, dass nur 74 Prozent des dazugekaufte Datenpakets auch wirklich aufbrauchten.

Die Forscher gaben hierfür ein Rechenbeispiel an:

Geht man davon aus, dass ein durchschnittlicher Tarif in den USA bei 60 US-Dollar (54 Euro) liegt, dann bleiben immer noch 26 Prozent des Datenvolumens, das gekauft wurde, übrig. Das wären in etwa 16 US-Dollar (14 Euro). Rechnet man das auf ein Jahr hoch, kommt man auf eine Summe von 192 US-Dollar (170 Euro). Dieses Geld könnte man sich eigentlich sparen.

Mit dem Handy unterwegs: Videos zu Tarifen, Verträgen & Netz
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Auch mit unbegrenztem Tarif wird Geld verschwendet

Es gibt aber auch die User, die sich von Anfang einen größeren Spielraum an mobilen Daten zur Verfügung stellen wollen. Diese schließen beispielsweise einen Vertrag mit 10 Gigabyte im Monat ab. Doch meistens verbrauchen sie im Schnitt nur 5,1 Gigabyte monatlich und könnten daher auf einen begrenzten Tarif wechseln und noch mehr Geld sparen.

Auch hierfür gab es ein Rechenbeispiel:

Ein Tarif mit unbegrenztem Datenpaket kostet in den USA im Schnitt 84 US-Dollar (75 Euro), wechselt man auf einen Tarif mit limitiertem Datenvolumen wären das 60 US-Dollar im Monat (54 Euro). Daher würde man 24 US-Dollar (21,50 Euro) sparen und kommt somit auch eine Summe von 288 US-Dollar (rund 260 Euro) im Jahr.

Kosten schwanken bei Android- und iPhone-Usern

Wer Datenvolumen kauft und dieses nicht ganz aufbraucht, zieht meistens also eher das kürzere Los. Doch variieren die Mehrausgaben bei Android- und iPhone-Usern. iPhone-Besitzer geben laut der Umfrage 50 US-Dollar (45 Euro) mehr im Jahr aus als Android-Nutzer. Insgesamt zeigt die Umfrage aber, dass Geld gespart werden kann, wenn etwas mehr auf das verbrauchte Datenvolumen geachtet wird.

Datenvolumen kaufen lohnt sich also nicht immer. Aber dafür kannst du sparen, wenn du dein Smartphone mit dem WLAN verbindest. Wird trotzdem Datenvolumen verbraucht, obwohl du im WLAN bist, hat das einen Grund. Mit diesen Tipps entgehst du dem langsamen Internet.

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