Digital Life 

Teurer Spaß: 12-Jähriger verzockt 2.000 Euro – übers Handy seines Vaters

Ein Zwölfjähriger spielte unerlaubt Handy-Games ab 16 Jahren. Das wurde ziemlich teuer. (Symbolbild)
Ein Zwölfjähriger spielte unerlaubt Handy-Games ab 16 Jahren. Das wurde ziemlich teuer. (Symbolbild)
Foto: imago images/Sven Simon
Es wird schon länger diskutiert, welches Alter für Kinder angemessen ist, um ein Handy zu bekommen. Dieses Beispiel könnte Eltern dazu bewegen, doch noch etwas länger damit zu warten.

Sebastian ist zwölf Jahre alt und verwendet das Smartphone seines Vaters um Videos anzuschauen, zu chatten oder auch Handy-Games zu zocken. Daran ist eigentlich nichts Ungewöhnliches, denn viele Kinder nutzen die Telefone ihrer Eltern. Blöd nur, dass Sebastian Glücksspiel-Apps für sich entdeckt hat.

Handy-Games werden zur Kostenfalle

Experten warnen davor, dass Kinder zu früh mit Smartphones in Berührung kommen. Viele Kritiker fordern, dass ein Telefon unter elf Jahren völlig unnötig ist. Das Beispiel des zwölfjährigen Sebastians aus Kaiserslautern zeigt, dass es zumindest wichtig für Eltern wäre, die Handynutzung abzuwägen. Denn dieser verzockte über 2.000 Euro in Handy-Games.

Heimlich bediente er sich am Handy seines Vaters und entdeckte Glücksspiel-Apps. Heimlich zockte er am Smartphone seines Vaters und verspielte dabei 2.142,97 Euro in nur zwei Wochen.

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Die Apps waren erst ab 16 Jahren freigegeben

Am virtuellen einarmigen Banditen kaufte der Sechstklässler immer wieder Guthaben für Beträge zwischen 3,99 und 20,99 Euro. Er spielte die Handy-Games "The Walking Dead: Free Casino Slots" oder "Free Texas Holdem". Beides sind Apps, die es kostenlos im App-Store gibt. Doch sogenannte In-App-Käufe machen daraus prompt ein teures Vergnügen.

Eltern können sich vor solchen unerwartet hohen Beträgen schützen, indem sie die Einstellungen an ihrem Smartphone anpassen. So kann man In-App-Käufe beispielsweise nur durchführen, wenn ein Passwort eingegeben wird. Anscheinend wusste Sebastian aber auch, welches Passwort dafür genutzt wird.

Geld scheint wohl verloren

Erst nach einigen Wochen bemerkten die Eltern, dass ihr Sohn über Glücksspiel-Apps Geld verzockt hatte. Zu diesem Zeitpunkt waren sie schon 500 Euro in den Dispo gerutscht. Doch das war erst der Anfang, denn es folgten weitere Rechnungen. Ein Versuch, ihr Geld von Google wiederzubekommen, ist bislang fehlgeschlagen.

Für Sebastians Mutter ist klar, dass ihr Sohn erreichbar sein muss, äußerte sie gegenüber Bild. Allerdings wird er keine Apps mehr aus seinem Handy installieren dürfen. Glücksspiel-Apps sind seit diesem Jahr nur noch begrenzt verfügbar. Diese Handy-Games machen richtig Laune.

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