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Angriff auf dein Android-Handy: So simpel ist die fiese Überwachung

Spionage im Netz
Di, 24.09.2019, 09.56 Uhr

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Nimm dich in Acht vor dieser Handy-Überwachung, die zu einfach ist, um wahr zu sein. Besonders diese Android-Handys sind laut Sicherheitsforschern betroffen.

Für Kriminelle ist es einfach, fremde Smartphones zu übernehmen. Denn Sicherheitsforscher wollen einen Weg gefunden haben, Android-Handys von verschiedenen Herstellern zu manipulieren – ganz simpel über USB- und Bluetooth-Verbindungen. Wie die Handy-Überwachung funktioniert, erklären wir dir.

Android-Handys überwacht: So einfach geht das

Forscher der Purdue University in Indiana und der University of Iowa erklären in einem neuen Artikel, wie leicht Android-Handys über eine Schwachstelle überwacht und übernommen werden können: Mittels USB- und Bluetooth-Verbindungen sei es möglich, Mobilfunkverbindungen zu manipulieren und auch sensible Daten abzufangen.

Die Sicherheitslücke soll im Interface stecken, mit dem der Baseband-Prozessor der Smartphones gesteuert werden kann. Er ist von restlichen System nahezu vollständig getrennt und kontrolliert die Mobilfunkverbindungen. Die Forscher nutzten ein eigenes Programm, das über Bluetooth oder USB manipulierte Befehle an die Firmware jenes Prozessors sandte.

Diese Android-Handys sind betroffen

Anscheinend sind einige ältere Android-Handys derart unsicher. Offenbar waren die fingierten Angriffe bei zehn Smartphones verschiedener Hersteller erfolgreich. Die Folgen: umgeleitete Anrufe, blockierte Anrufe, erzwungene langsamere Internetverbindungen und etwa enthüllte IMEI-Nummern. Das alles konnten die Forscher über die Schwachstelle unternehmen. Die Gefahren sind nicht ohne. Über IMEI-Nummern etwa kann der Gerätestandort getrackt oder Anrufe abgefangen werden.

Hast du eines der folgendes Android-Handys, sollte dir die Handy-Überwachung Sorgen bereiten:

  • Huawei Nexus 6P, P8 Lite
  • LG Nexus 5, G3
  • Motorola Nexus 6
  • HTC Desire 10 Lifestyle
  • Google Pixel 2
  • Samsung Galaxy S3, S8+, Note 2

Allerdings unterschied sich in dem Experiment das Ausmaß der möglichen Angriffe. So konnte über Bluetooth nur bei den drei Galaxy-Handys die IMEI enthüllt werden.

Hersteller liefern nach

Die Hersteller der Android-Handys sind bereits informiert. Samsung versprach bereits, Patches nachzuliefern und Google sagte, die Fehler träten mit den aktuellen Sicherheitsupdates für Pixel-Smartphones nicht auf. Huawei äußerte sich noch nicht. Jüngst war auch diese Sicherheitslücke für Android-Handys bekannt geworden. Wir erklären dir auch, wie du Spionage-Apps erkennen kannst. Das ist auch gut so, schließlich solltest du auch dringend diese App löschen, die dich beobachtet.

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