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Lieferung, ganz ohne Bestellung: Weiß Amazon bereits jetzt, was du ordern willst?

Kann Amazon mithilfe einer findigen Technologie erahnen, was du künftig bestellen wirst? Wir verraten es.
Kann Amazon mithilfe einer findigen Technologie erahnen, was du künftig bestellen wirst? Wir verraten es.
Foto: iStock/PeopleImages
Was ist dran an dem Gerücht, Amazon habe eine Technologie entwickelt, die antizipiert, was du demnächst bestellen möchtest? Wir gehen dem Mythos der geheimnisvollen Amazon-Bestellungen auf den Grund.

Kann Amazon vorhersagen, was du als nächstes kaufen möchtest? Vor nunmehr fünf Jahren meldete der Konzern ein Patent für eine Technologie an, die deine geheimsten Wünsche erahnt – und somit deine Amazon-Bestellungen antizipiert. Die Idee erhielt viel Zuspruch und wurde als genial eingestuft. Doch ist die Technologie mittlerweile ausgereift, sodass bald zahlreiche "Überraschungspakete" den Weg in dein Zuhause finden?

Mythos um Amazon-Bestellungen: Diese Technologie erahnt Wünsche

Der Technologie-Riese Amazon meldete in der Vergangenheit ein Patent für eine Technologie an, die voraussagen sollte, was Kunden in den nächsten Stunden oder Tagen bestellen werden. Obgleich die Idee der vorab erahnten Amazon-Bestellungen gleichermaßen verlockend und abschreckend klingt, verraten wir dir die traurige Wahrheit direkt: Tatsächlich kann Amazon solche Prognosen bis heute nicht treffen, da die Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz stockt.

Doch falls du glaubst, die Veröffentlichung der innovativen Technologie sei bloß noch eine Frage der Zeit, so liegst du erneut falsch. Denn: Amazon hat das Vorhaben komplett auf Eis gelegt. „Wir arbeiten nicht an Modellen, die vorhersagen können, was unsere Kunden als nächstes kaufen werden“, zitiert Businessinsider den Leiter des Bereiches Machine Learning, Cédric Archambeau.

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Derzeitige Algorithmen sind fehlerbehaftet

Stattdessen nutzt der Konzern weiterhin Algorithmen, die auf Nutzerdaten basieren, um maßgeschneiderte Produktempfehlungen für Kunden zu entwerfen. Erwirbst du beispielsweise einen Tisch auf Amazon, so werden dir verschiedene Stühle empfohlen. Allerdings ist der Algorithmus der Amazon-Bestellungen derzeit noch fehlerbehaftet: Kaufst du ein empfohlenes Produkt, so verschwindet dieses nicht direkt wieder aus den Anzeigen – sondern es dir für einige Zeit erhalten.

Das Ergebnis: Amazon-Kunden sind entsprechend irritiert. Der Konzern ist sich des Problems der fehlenden Harmonisierung von einmaligen und Wiederholungskäufen in dem Algorithmus zwar bewusst, ist jedoch aktuell nicht in der Lage, es zu beheben.

Das ist natürlich ärgerlich, besonders, wenn du die Handelsplattform vermehrt nach neuen Schnäppchen durchsuchst. In dieser Hinsicht haben wir jedoch positive Neuigkeiten: Fake-Produktbewertungen auf Amazon gehören nämlich bald der Vergangenheit an – denn die EU plant, diese auszumerzen, sodass Nutzer dem Sterne-Ranking wieder vertrauen schenken können.

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