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Elon Musk sieht schwarz: Fledermaus könnte deutsche Gigafactory verhindern

Elon Musk will seine Gigafactory bei Berlin bauen. Doch könnten einige Tierchen das verhindern.
Elon Musk will seine Gigafactory bei Berlin bauen. Doch könnten einige Tierchen das verhindern.
Foto: imago images / China Foto Press
Das war's dann wohl auch schon wieder mit Elon Musks Plänen einer Gigafactory bei Berlin. Die brandenburgische Fledermaus grätscht ihm dazwischen.

Elon Musk vs. brandenburgische Fledermaus – Was sich nach dem Cameo-Auftritt in einem deutschen Low-Budget "Batman"-Abklatsch anhört ist aktuell schmerzhafte Realität. Denn die Gigafactory, die der Tesla-Gründer nahe Berlin errichten lassen will, hat ein Problem mit dieser und einigen weiteren Tierarten. Sie besiedeln nämlich den Baugrund, auf dem das neue Tesla-Werk bis Ende 2021 erste Fahrzeuge produzieren sollte.

Elon Musk: Die Gigafactory und der Naturschutz

Satte vier Milliarden Euro will Elon Musk in den Bau der Gigafactory im brandenburgischen Freienbring investieren. Doch siedeln auf dem Baugrundstück, das der Autobauer für das neue Tesla-Werk auserkoren hatte neben geschützten Reptilienarten auch Baumfalken und Fledermäuse, bestätigte nun Christiane Schröder, Geschäftsführerin des NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.), dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).

Auch die Flora müsse unter dem ambitionierten Bauvorhaben leiden: Im Rahmen der Maßnahmen wäre die Rodung von rund 70 Hektar Kieferwald nötig. Zwar müsste der Konzern dem Landeswaldgesetz Brandenburgs entsprechend anderswo 210 Hektar Wald aufforsten, um diesen Schaden zu "begleichen", allerdings habe er bislang weder Naturschutzverbände noch Bürger in das Vorhaben einbezogen.

"Wir erwarten jetzt vollständige Transparenz" seitens Tesla

"Wir erwarten jetzt vollständige Transparenz bei den weiteren Schritten und die Berücksichtigung der naturschutzrechtlichen Anforderungen", zitiert eine aktuelle Pressemitteilung den brandenburgischen NABU-Landesvorsitzenden Friedhelm Schmitz-Jersch. "Der zugrundeliegende Bebauungsplan ist fast 20 Jahre alt. Seitdem haben sich die Rahmenbedingungen verändert, so ist z. B. derzeit nicht bekannt, ob im Rahmen des damaligen Bebauungsplanverfahrens die natur- und artenschutzrechtlichen Belange ausreichend berücksichtigt wurden."

Auch die Baugenehmigung des Landeskreises Oder-Spree für die Gigafactory steht derzeit noch aus, weshalb abzuwarten bleibt, ob Elon Musk seine Pläne tatsächlich einhalten können wird. Doch scheint aus den Naturschutzbedenken, die einzige Gegenwehr zu kommen. Selbst VW reagierte überraschend freundlich auf Elon Musks Einmarsch – möglicherweise weil dieser mit Tesla dem Ende entgegenblickt?

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