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Achtung, Spam-Mail: In Coupons von McDonald's könnte ein Trojaner lauern

Ein neuer Banking-Trojaner wurde entdeckt, und es ist einer von der ganz fiesen Sorte.
Ein neuer Banking-Trojaner wurde entdeckt, und es ist einer von der ganz fiesen Sorte.
Foto: martialred - Fotolia / martialred - Fotolia
Ein Sicherheitsunternehmen hat einen neuen Trojaner identifiziert, der zu gemeinen Methoden greift, um an die Daten seiner Opfer zu gelangen. Hierauf solltest du achten.

Ein neuer Trojaner wurde entdeckt, und diesmal ist es einer der ganz abscheulichen Sorte. Er bedient sich zwei bekannter Methoden, um seine schädliche Software auf deine Geräte zu schmuggeln. Hierauf musst du achten, um dich zu schützen.

Ein Bank-Trojaner der ganz fiesen Sorte ist aktuell im Umlauf

Der Security-Anbieter ESET veröffentlichte vor Kurzem eine Meldung in der er auf die Existenz eines neuen Trojaners hinweist, der auf den Diebstahl von Bankdaten und Identität der Geschädigten abziehlt. "Mispadu", wie der Banking-Trojaner genannt wurde, bedient sich einerseits der gängigen Methode der Spam-Mails.

Hierbei empfangen die Opfer eine E-Mail des Programms, die behauptet, dass ein Paket mehrmals nicht zugestellt werden konnte und dass man doch bitte auf diesen Link für eine Rückerstattung des Kaufpreises klicken soll. Folgt man dieser Anweisung, wartet allerdings keine Entschädigung für einen nie getätigten Kauf, sondern eine Schadsoftware, die dadurch die Berechtigung erhält, auf die Daten ihres Opfers zuzugreifen.

Vorsicht: McDonald's-Coupons sind nicht immer das, wonach sie aussehen

Die zweite Methode mittels derer Mispadu seiner hässlichen Tätigkeit nachgeht, nennt sich Malvertising. So nennt man falsche Werbeanzeigen, beispielsweise auf Facebook, hinter denen sich Trojaner wie Mispadu verbergen.

So treiben zur Zeit Coupon-Anzeigen von McDonald's auf Facebook ihr Unwesen, die mit einem leckeren Burger locken, in Wahrheit aber auch nur an die Bank- und Identitätsdaten ihrer Opfer wollen.

Vorsicht mit deinen Daten
Vorsicht mit deinen Daten

Trojaner durch McDonald's-Coupons oder Spam-Mail eingefangen. Was nun?

Hat es Mispadu einmal auf einen Rechner geschafft, kann der Trojaner dort nahezu ohne Grenzen wüten. So nimmt er Screenshots auf, simuliert und speichert Tastatur- und Mauseingaben oder updatet sich selbst. Dabei sucht die Schadsoftware gezielt nach Passwörtern und anderen Zugangsdaten in Browsern und Banking-Programmen, oder durchforstet Mail-Provider. Kurz: Ist Mispadu einmal auf deinem Rechner, solltest du schleunigst alles sperren und alle Passwörter über externe Geräte ändern.

Zwar marodiert der Trojaner aktuell vorrangig in Südamerika, doch ein Einsatz in Deutschland ist keinesfalls ausgeschlossen. Um einem solchen Angriff vorzubeugen, sollte man für Finanztransaktionen im Internet stets einen gehärteten Browser nutzen. Aufgepasst: Auch bei Googles und Samsungs Kamera-Apps bestehen Sicherheitsprobleme. Es lohnt sich also, zu wissen, wie sich Spionage-Apps erkennen und entfernen lassen.

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