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Elon Musk sagt, man dürfe ihn nicht ernst nehmen – zumindest auf Twitter

Tesla-CEO Elon Musk hat auf Twitter anscheinend bestätigt, dass ihm nicht zu glauben ist.
Tesla-CEO Elon Musk hat auf Twitter anscheinend bestätigt, dass ihm nicht zu glauben ist.
Foto: Drew Angerer/Getty Images
Was Elon Musk auf Twitter von sich gibt, bedeutet für seine Anwälte nur eines: Der Tesla-CEO sollte auf keinen Fall für voll genommen werden.

Im Rahmen des Prozesses, der gegen den Tesla-CEO gegenwärtig geführt wird, haben sich dessen Anwälte für seine Verteidigung eine sehr spezielle Strategie einfallen lassen. Diese basiert auf dem Argument, man könne nichts ernst nehmen, was Elon Musk auf Twitter von sich gäbe. Wer es dennoch tue, sei selber Schuld.

Ist Tesla-CEO Elon Musk auf Twitter nicht zurechnungsfähig?

Hintergrund des aktuellen Verleumdungsverfahrens ist eine Aussage, die Elon Musk auf Twitter getätigt hat. Er nannte den erfahrenen Höhlentaucher Vernon Unsworth im vergangenen Jahr einen "pedo guy" (dt. etwa "Pädo-Typ"), wofür er sich nun vor Gericht verantworten muss. Der Kläger fordert 75.000 US-Dollar Entschädigung, die Anwälte von Elon Musk haben zu dessen Twitter-Post nun allerdings noch ein spezielles Gegenargument ins Feld geführt.

So dürfe man Elon Musk auf Twitter nicht ernst nehmen, da sich der Tesla-CEO dort ebenso regelmäßig über die Zombieapokalypse oder darüber, ein Marsmensch zu sein, äußern würde. Aufgrund solcher offensichtlich nicht faktischen Bemerkungen könne auch eine vermeintliche Beleidgung wie "pedo guy" nicht ernst genommen und als Verleumdung aufgefasst werden. Damit gilt Elon Musk im rechtlchen Sinne zwar keinesfalls als unzurechnungsfähig, glaubt man dem Argument seiner Anwälter ist er aber hochgradig unglaubwürdig, wie seine Twitter-Post zeigen sollen.

Gegnerische Anwälte kontern mit anderem Tweet

Um das Argument zu entkräften, haben die Anwälte des Klägers einen Tweet hervor, den der Tesla-CEO im August 2018 getätigt hatte. Damals erklärte Elon Musk über Twitter öffentlich, er habe die Förderung für Tesla sicher, um das Unternehmen zu privatisieren, was nicht der Fall war. Dieses Statement wurde aber durchaus ernst genommen und resultierte am Ende in 40 Millionen US-Dollar Strafzahlungen an die Börsenaufsichtsbehörde.

Für die Anwälte des Tesla-CEO reicht dies jedoch nicht aus. Sie berufen sich darauf, "einen von Herrn Musks über 9.000 Tweets auszuwählen und diesen als Beispiel für dessen Twitternutzung anzuführen, um Fakten zu verbreiten, sei stark irreführend". Dies wurde untermauert mit einigen Auszügen aus Themen, zu denen sich Elon Musk auf Twitter mehrfach geäußert hatte:

  • Zombieapokalypse
  • Gerüchte er sein ein Marsianer
  • Bau eines Verstecks wie Dr. Evil aus "Austin Powers"
  • Fake von Raketenstarts

Gegen den Vorwurf der Verleumdung hatte sich der Tesla-CEO bisher immer damit verteidigt, mit "pedo guy" hätte er Unsworth nicht pädophil genannt. Vielmehr sei dies ein gängiger Ausdruck aus seiner Jugend in Südafrika gewesen, die "gruseliger alter Mann" bedeutet.

Abgesehen von den gegenwärtigen Ereignissen rund um das Verhalten von Elon Musk auf Twitter hat der Prozess gegen Unsworth hat aber noch einige andere bizarre Details über den Tesla-Chef zu Tage gefördert.

Übrigens: Selbst Twitter hat Elon Musk schon mit einem Bann gedroht wegen "unpassender Statements".

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