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Gesichtsscan beim SIM-Karten-Kauf: Neue Überwachungsmaßnahmen in China

Willst du in China eine neue SIM-Karte kaufen, musst du dich einem Gesichtsscan unterziehen. Kritiker befürchten dadurch verschärfte Überwachung.
Willst du in China eine neue SIM-Karte kaufen, musst du dich einem Gesichtsscan unterziehen. Kritiker befürchten dadurch verschärfte Überwachung.
Foto: iStock/mihailomilovanovic
Wenn man in China eine neue SIM-Karte kaufen möchte, dann geht das nur noch, wenn man sich einem Gesichtsscan unterzieht. Das steckt hinter dem Gesetz.

Die Maßnahmen zur Überwachung in China wurden durch eine neue Regel verschärft. Seit September darf man dort eine nur noch im Austausch mit seiner Identität eine SIM-Karte kaufen. Was hierzulande für Furore sorgt, ist in China schon Alltag. Dort wird Gesichtserkennung zuhauf genutzt.

SIM-Karte kaufen? Nur mit Abgabe eines Fotos

Wer in China eine SIM-Karte kaufen will, muss sich einem Gesichtsscan unterziehen. Einen neuen Mobilfunkvertrag gibt es ohne die Maßnahme gar nicht mehr. Die chinesische Regierung begründet das neue Gesetz, indem sie bekräftigt, so Identitätsräubern entgegenwirken zu wollen. Ein weiterer Grund für die Maßnahme sei, dass die Regierung damit die Sicherheit der Bevölkerung im Cyber-Raum steigern möchte.

Kritiker befürchten allerdings einen weiteren Schritt in Richtung Überwachung. Vor dem Gesichtsscan mussten die Chinesen bereits eine Kopie ihres Personalausweises beim Kauf abgeben. Diese Regelung hat sich jetzt verschärft.

Sicherheit durch Überwachung steigern oder mehr Kontrolle?

Wie bei jeder Überwachungsmaßnahme, die China für notwendig erklärt hat, befürchten Kritiker eine Verschärfung der Staatskontrolle. Es sei auch möglich, dass nun durch das Kaufen einer SIM-Karte die Unterdrückung der ethnischen Minderheiten in China gefördert wird, schreibt The Next Web.

Diese Art von Überwachung dürfte dir fremd sein, doch einige befürchten, dass Huawei mit einem 5G-Netz in Deutschland einen ähnlich Plan verfolgen könnte. Auch in der Schule findet die Überwachung in China statt.

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