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Facebook-Daten von über 267 Millionen Nutzern offengelegt: Das kannst du jetzt tun

Deine Facebook-Daten könnten wieder einmal in Gefahr sein.
Deine Facebook-Daten könnten wieder einmal in Gefahr sein.
Foto: APA/AFP/JOEL SAGET / JOEL SAGET
Seit mehreren Wochen kursierte eine Liste frei zugänglicher Facebook-Daten von Millionen Nutzern im Internet und diversen Hacker-Foren. Was du jetzt dagegen tun kannst.

Am 14. Dezember stieß Sicherheitsforscher Bob Diachenko auf eine Lücke in einer Database, die die Facebook-Daten von über 267 Millionen Nutzern ohne Passwort frei zugänglich für jeden machte. Die Sicherheitslücke besteht bereits seit dem 04. Dezember und die Liste, die aus Telefonnummern, Namen und Benutzer-IDs besteht, kursierte dementsprechend ganze zwei Wochen im Internet, bis Facebook sie gestern nach Bekanntwerden sofort schloss.

Sicherheitslücke macht Hackern Facebook-Daten von über 267 Millionen Nutzern zugänglich

Um an die Facebook-Daten der 267 Millionen Nutzer, die vorrangig aus den USA stammen, zu gelangen, war nicht viel Aufwand nötig. Aus diesem Grund fand man sie nicht nur in Hacker-Foren, sondern auch auf diversen anderen Portalen – frei zugänglich, für jeden, der Interesse an Ihnen zeigte.

Nach dem Cambridge Analytica-Skandal im vergangenen Jahr und dem Diebstahl von mehr als doppelt so vielen Facebook-Daten im September und April dürfte dies ein weiterer herber Schlag für Mark Zuckerberg und seine selbstbeschworene Datenschutz-Kampagne sein.

Welche Bedrohung geht von den offengelegten Facebook-Daten aus?

Wenn du vom aktuellen Daten-Drama betroffen bist, könntest du einen Anstieg in Spam-Anrufen und Phishing-Versuchen bemerken. Bis Facebook 2018 seinen Zugang stärker absicherte, waren die Informationen leicht zu bekommen.

Vorsicht mit deinen Daten
Vorsicht mit deinen Daten

Wie du dich in Zukunft schützen kannst

Öffne über den Pfeil oben rechts die Facebook-Einstellungen und klicke in der Spalte auf "Privatsphäre". Hier gelangst du nun über den entsprechenden Reiter zu den Privatsphäre-Einstellungen. Schränke nachfolgend einfach alle verfügbaren Optionen auf "Freunde" oder "Nur ich" ein.

Damit verhinderst du, dass deine Facebook-Daten für die Hacker zu leicht zugänglich sind. Außerdem kann jetzt niemand Unerwünschtes mehr dein Profil öffentlich durchforsten. Willst du deine Daten extra vor bestimmten "Freunden" schützen, kannst du diese dann im Anschluss noch aus der Liste entfernen.

Wer ist für den Datendiebstahl verantwortlich?

Diachenko vermutet eine Verbindung zu einer kriminellen Organisation in Vietnam. Ein Screenshot von Comparitech untermauert diesen Verdacht. Die Facebook-Daten gelangen innerhalb kürzester Zeit in die Hände von Hackern, die sie in ihre Foren weiterleiteten.

Wie Facebook jetzt reagiert

In einem Statement gegenüber DailyMail heißt es "Wir sehen uns das Problem an, vermuten aber, dass es sich um Informationen handelt, die erlangt wurden, bevor wir die Facebook-Daten der Menschen besser schützten". Allerdings ist es nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass die Daten von Millionen Facebook-Nutzern gestohlen wurden. Es zeichnet sich dabei sogar ein Muster ab.

Facebook steht im Moment stark in der Kritik. Sogar US-Senatoren beschäftigen die aktuellen Skandale. Dir vergeht die Lust auf Facebook? Versuch doch mal eine Facebook-Alternative.

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