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Zukunft des Einkaufens: So perfide will Amazon dich im Supermarkt überwachen

Einkaufen ohne anstehen: Das ist das Versprechen von Amazon Go. Doch eine neue Methode lässt eine miese Strategie zur Überwachung vermuten.
Einkaufen ohne anstehen: Das ist das Versprechen von Amazon Go. Doch eine neue Methode lässt eine miese Strategie zur Überwachung vermuten.
Foto: iStock/Aja Koska
Amazon Go ist ein Projekt des gleichnamigen Konzerns, das ein Einkaufserlebnis ohne Schlangen an der Kasse ermöglichen soll. Die Firme reichte nun ein neues Patent ein, dass die Überwachung von Kunden fördern könnte.

Amazon Go ist die Idee eines Einkaufserlebnis, bei dem man für die Bezahlung seiner Ware nicht mehr anstehen muss. Denn die Kunden können nach dem Einsammeln ihrer Produkte einfach den Laden verlassen. Diese Technologie soll durch einen weiteren Schritt revolutioniert werden. Dafür plant Amazon wohl zukünftig die Handabdrücke der Verbraucher zu scannen. Eine heikle Entwicklung, die eine großflächige Strategie zur Überwachung vermuten lässt.

Banking, Paypal und Co
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Amazon Go fördert Überwachung durch Handabdruck-Scan

Amazon Go heißen die futuristischen Supermärkte, in denen Verbraucher für ihre Ware nicht mehr bewusst bezahlen müssen. Denn die entnommenen Produkte werden beim Herausgehen direkt vom Amazon-Konto des Kunden abgebucht. Die Läden sind zurzeit nur in den USA verbreitet, doch im vergangenen Jahr ist der erste Amazon Go-Markt auch nach London gekommen und das Projekt setzte einen Fuß auf den europäischen Markt. Ein neues Patent für die Ausarbeitung der Technologie scheint nun allerdings ein Mittel zur Überwachung zu sein.

Bisher hat der Einkauf in Amazon Go-Stores so funktioniert, dass die Kunden die gleichnamige App beim Betreten des Supermarktes scannten und das System automatisch all ihre eingesammelten Produkte erkannte. Die App soll laut einem Patent, das erst Ende 2019 eingereicht wurde, überflüssig werden. Statt ihrer Smartphones könnten Kunden zukünftig dann ihre Handfläche für den Einkauf scannen. Wie dein Fingerabdruck, ist auch das Bild deiner Handfläche sehr persönlich und einzigartig.

Bezahlen per Handabdruck könnte überall möglich sein

Wie Chip berichtet, könnte die neue Bezahlmethode nicht nur in Amazon Go-Läden eingeführt werden, sondern auch für andere Supermärkte geltend gemacht werden. So kooperiert Amazon Go bereits mit einem Bio-Supermarkt in den USA. Es wäre allerdings auch vorstellbar, dass Kunden bei der Annahme eines Pakets mit ihrem Handabdruck bezahlen können.

Durch die Einführung der neuen Technologie, könnte das Bezahlen mit Kreditkarte und Smartphone Geschichte werden, geschweigedenn das Bezahlen mit Bargeld. Amazon würde allerdings dein komplettes Konsumverhalten beobachten und somit die totale Überwachung deines Alltags durchsetzen. Ob das Patent verwirklicht wird ist unklar. Amazon würde ausführliche Informationen erst bei der Durchführung eines neuen Dienstes herausgeben.

Wird Amazon also das Einkaufserlebnis nachhaltig revolutionieren? Diese 3 Gründe sprechen gegen den Erfolg vom US-Riesen. Dieser Tipp ändert zumindest dein Einkaufserlebnis auf Amazon: Unter einer Bedingung kannst du Amazon-Rücksendungen nämlich kostenlos behalten. Das Zurücksenden von Paketen könnte sowieso vor dem Aus stehen. Allerdings kannst du dann mit Amazon-Rücksendungen Geld sparen.

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