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Cookies, adé: Google Chrome-User können sich auf diese Änderung freuen

Google Chrome-Cookies können dich im Netz verfolgen. Gibt es bald eine Alternative?
Google Chrome-Cookies können dich im Netz verfolgen. Gibt es bald eine Alternative?
Foto: iStock/anyaberkut
Sicher und privat im Web surfen – das wünschen sich viele User. Cookies sehen sie daher als Feinde. Google Chrome will sie einschränken. Doch nicht ohne Plan B.

Datenschutz ist in aller Munde. User, die im großen World Wide Web unterwegs sind wünschen sich seit Längerem, dass ihre Daten im Internet sicher sind, nicht an Drittanbieter weitergegeben werden und sie zumindest wissen, was genau mit ihnen passiert. Nachdem erste Browser bereits Cookies als Konsequenz daraus komplett geblockt haben, will nun auch Google Chrome Cookies verbannen – doch nicht ohne Plan B.

Google Chrome-Cookies: Was sind Cookies überhaupt?

Besuchst du eine Website, werden bestimmte Daten der Seite auf deinem Computer gespeichert, damit sie dich bei einem nächsten Besuch "wiedererkennt". Diese Daten heißen Cookies. Bist du auf einer Website unterwegs, deren Webetreibende Cookies verwendet, ist es den Betreibern möglich, dich auf allen Seiten zu "sehen", die dieselben Cookies verwenden. Dieses Verfahren gilt auch für Google Chrome-Cookies.

Falls du dich also wunderst, warum dir häufig dieselben Produkte und Anzeigen angezeigt werden, liegt es daran, dass diese Websites dieselben Cookies nutzen und dich damit im Web "verfolgen" und einen Interessenprofil von dir aufgebaut haben. So wird nämlich zielgerichtete Werbung geschaltet.

Google Chromes Cookies sollen eingeschränkt werden

Die Browser Mozilla Firefox und Apples Safari blocken Cookies bereits, um den Wunsch ihrer User nachzukommen. Google Chrome allerdings lässt diese Funktion immer noch zu, da das Unternehmen befürchtet, dass sich eine Verbannung negativ auf die Benutzer und das "Web-Ökosystem" auswirken könnte.

Statt Cookies könnten laut Google Chrome undurchsichtige Techniken genutzt werden, welche die Privatsphäre der User "tatsächlich" einschränken könnte. So existiert derzeit das sogenannte Fingerprinting, eine Tracking-Methode, die User beim Surfen im Web sogar ohne Cookies identifizieren kann.

Dennoch nimmt Google Chrome die Bedenken der Nutzer offenbar doch ernst: Innerhalb der nächsten zwei Jahre möchte das Unternehmen Cookies reduzieren. Bis es dazu jedoch kommt, muss es für den Internet-Riesen aber erst Alternativen geben. Schließlich kann er das werbefinanzierte Web nicht komplett aufgeben, da sich Google Chrome eben auch primär durch Werbung finanziert.

Google Chromes Plan: Privacy Sandbox-Initiative

Um die Privatsphäre der Nutzer und ein werbefinanziertes Web zu vereinbaren, startete Google bereits im August 2019 die Initiative "Privacy Sandbox". Das Ziel ist hier sowohl Datenschutz sicherzustellen als auch personalisierte Werbung und Targeting zu bewahren.

"Nach einem ersten Dialog mit der Web-Community sind wir zuversichtlich, dass durch die Wahrung der Privatsphäre und durch Initiativen wie die Privacy Sandbox ein gesundes, werbefinanziertes Web aufrechterhalten werden kann, das Cookies von Drittanbietern überflüssig macht", erklärt Justin Schuh, Chrome Engineering Director über Chromium Blog.

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