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250 Millionen Aufnahmen geleakt: Gewaltiges Datenleck trifft Microsoft Kundenservice

Ein Datenleck bei Microsoft macht derzeit auf sich aufmerksam.
Ein Datenleck bei Microsoft macht derzeit auf sich aufmerksam.
Foto: iStock/LightFiledStudios
Bei Microsoft gibt es offenbar ein brachiales Datenleck. Rund 250 Millionen Kundenserviceaufnahmen sollen demnach an die Öffentlichkeit gedrungen sein.

Am Mittwoch, den 22. Januar, legte Microsoft ein Datenleck offen, das dem Konzern offenbar bereits seit Ende 2019 große Schwierigkeiten bereitet. Demnach seien seit Anfang Dezember rund 250 Millionen Kundenserviceaufzeichnungen für jeden zugänglich, der einen Webbrowser benutzt. Dahinter können sich auch vertrauliche Informationen verbergen, die im Laufe des Supportprozesses preisgegeben wurden.

Datenleck bei Microsoft: Entwickler sind dran

"Unsere Untersuchung hat ergeben, dass eine am 05. Dezember 2019 vorgenommene Änderung in der Netzwerksicherheitsgruppe der Datenbank falsch konfigurierte Sicherheitsregeln enthielt, die die Offenlegung der Daten ermöglichten", schreibt das Microsoft Security Response Center in einem Blogeintrag. Darin entschuldigt sich der Microsoft Kundenservice außerdem für das massive Datenleck.

Weiter heißt es: "Nach der Benachrichtigung über das Problem haben die Ingenieure die Konfiguration am 31. Dezember 2019 korrigiert, um die Datenbank einzuschränken und den unbefugten Zugriff zu verhindern. Dieses Problem war spezifisch für eine interne Datenbank, die für die Analyse von Supportfällen verwendet wird, und stellt keine Gefährdung unserer kommerziellen Cloud-Dienste dar."

Darüberhinaus habe das Unternehmen bereits damit begonnen, betroffene Personen zu benachrichtigen. Solltest du dir also nicht sicher sein, ob auch deine persönlichen Daten mit dem Datenleck bei Microsoft an die Öffentlichkeit gedrungen sein könnten, wirf am besten mal einen Blick in deine E-Mails.

Microsoft: Nicht nur schlechte Nachrichten

Wenngleich das brachiale Datenleck im Microsoft Kundencenter nicht wenige Kunden verstören dürfte, hält der Konzern für das Jahr 2020 auch gute Nachrichten bereit – zumindest für Fans von Videospielen. Denn nicht nur hat der US-Konzern bereits im Rahmen der 2019er Game Awards die Xbox Series X angekündigt, sondern ist mittlerweile auch klar, was die neue Microsoft-Konsole kosten soll.

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