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Ein Chatbot wie ein Mensch: Google will es möglich machen

Ein Google Chatbot namens Meena soll so menschlich sein, wie noch kein anderer von ihm.
Ein Google Chatbot namens Meena soll so menschlich sein, wie noch kein anderer von ihm.
Foto: iStock&Besjunior
Souverän, humorvoll, informativ – so könnten wir den Google Chatbot möglicherweise in der Zukunft beschreiben. Noch wird an "Meena" gearbeitet. Doch eines steht schon fest: Der Chatbot soll so menschlich sein, wie noch keiner vor ihm.

Du hast eine Frage zu deinem Handyvertrag? Dann kannst du ewig lange in einer Hotline warten oder einfach mit einem Chatbot schreiben. Das Problem: Diese virtuellen Assistenten geben häufig sinnlose Antworten auf sinnvolle Fragen. Ein Google Chatbot will das jetzt ändern. Der Unternehmens-Riese will einen Chatbot entwickelt haben, der wie ein richtiger Mensch Gespräche führen kann.

Google Chatbot: Das Ding hat einen Namen

Die Künstliche Intelligenz (KI) hinter dem Google Chatbot heißt Meena, wie 1E9 berichtet. Das Brain Team der Google-Forschungsabteilung Research soll einen Kunden-Support mit KI entwickelt haben, der souveräner und menschlicher mit verschiedenen Fragen umgehen könne, als herkömmliche Chatbots.

Diese geraten schnell ins Straucheln, wenn Kunden sie etwas zu einem Thema fragen, zu dem sie noch keine Daten haben – und dementsprechend nicht mit Antworten gefüttert wurden. Das ist zwar vollkommen verständlich, doch für manche Kunden ziemlich nervig. Mit Meena möchte Google diesen Umstand offenbar beseitigen und mit dem Google Chatbot wahre Wunder vollbringen.

Google Chatbot Meena ist wie ein Mensch

Laut den Google-Entwicklern ist es Meena möglich, sich auf Dialoge und Themen einzulassen, wie es auch Menschen können. Die Künstliche Intelligenz soll Kontexte im Vergleich mit anderen Chatbots viel sicherer erkennen können und daher auch spezifische Antworten liefern. Außerdem sei sie fähig, diese im Gedächtnis zu behalten und sogar in der Lage Humor einzusetzen.

Ein Test, den das Google-Team unter dem Namen Sensibleness and Specificity Average entwickelte, und der "einfache aber wichtige Eigenschaften für ein natürliches Gespräch" erfasst, belegte sogar bereits, dass Meena überdurchschnittlich gut abschneidet.

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Auf der Sensibleness and Specificity Average-Skala erreicht der Google-Chatbot nämlich 79 Prozent – andere Chatbots, wie zum Beispiel Mitsuku kommen maximal auf 56 Prozent. Meena ist dabei sehr nah am Konversationspotential eines Menschen – nicht einbezogen ist selbstverständlich das subjektive Empfinden.

Google entwickelt fleißig weiter

Der Google Chatbot Meena ist derzeit noch nicht für das öffentliche Internet freigegeben. Er ist aber auch nicht das einzige Projekt, an dem der Konzern arbeitet. So will dir Google mit einer Telefon-App bald deine Telefongespräche mit einem neuen Feature aufzeichnen und sich auch an einem hauseigenen Messenger versuchen, um eine WhatsApp-Alternative zu liefern.

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