Digital Life 

Handynutzung bei der Arbeit: Darum wird deine schlechte Seite hervorgehoben

Die Handynutzung bei der Arbeit sorgt leider nicht nur für die kurze Entspannung.
Die Handynutzung bei der Arbeit sorgt leider nicht nur für die kurze Entspannung.
Foto: imago images/Westend61
Egal, ob im Büro oder im Homeoffice, wir lassen uns heutzutage viel zu schnell ablenken. Doch gerade deine Handynutzung macht etwas mit dir, was nicht gerade vorteilhaft ist.

Du hast eine Push-Benachrichtigung aufs Smartphone bekommen und wirfst nur kurz einen Blick darauf – und das während der Arbeitszeit. Eigentlich ist daran nichts Schlimmes zu erkennen, oder? Doch tatsächlich holt deine Handynutzung während der Arbeit einige schlechte Eigenschaften aus dir hervor.

Handynutzung auf der Arbeit: Entspannung oder Ablenkung?

Wenn wir mal ehrlich mit uns sind, muss unser Smartphone uns nicht einmal mitteilen, dass Nachrichten eingegangen sind, damit wir es in die Hand nehmen. Der Griff zum Telefon ist bei uns schon eine Art Reflex. Allerdings ist die Handynutzung bei der Arbeit nicht unbedingt von Vorteil. Eine neue Studie zeigt, dass dadurch ziemlich schlechte Seiten von uns zu Tage tritt.

Bei der Untersuchung dieser sogenannten Mikropausen hat das Forscherteam um Psychologen Jonas Dora genau diese kurzen Ablenkungen untersucht. Sie wollten wissen, ob unsere Handynutzung während der Arbeitszeit für eine kurze Entspannung sorgen, oder eher das Gegenteil auslösen. Aus ihrer Studie geht etwas Interessantes hervor.

Smartphone lässt die Grenzen verschwimmen

Menschen greifen tatsächlich häufiger zum Smartphone, wenn sie müde oder gelangweilt sind. Das Problem bei der Handynutzung während der Arbeitszeit ist nur, dass genau diese Eigenschaften nach einer solchen Mikropause verstärkt werden.

Vor etwa zwei Jahrzehnten waren wir Menschen völlig ohne Ablenkung, wenn wir uns im Büro befanden. Doch mittlerweile ist es uns möglich, während der Arbeitszeit auf das Smartphone zu schauen und damit den privaten Bereich ins Büro zu lassen. Während es natürlich auch andersherum am Wochenende möglich ist, mit beruflichen Informationen versorgt zu werden. Der Griff zum Smartphone ist meistens ein Weg, sich selbst eine kleine Belohnung zu verschaffen, wenn die Arbeitszeit nur langsam voranschreitet.

Handys im Alltag: Darauf solltest du achten
Handys im Alltag: Darauf solltest du achten

Negativer Effekt allerdings nur sehr gering

Für die Studie wurden die Probanden gebeten, an drei Arbeitstagen jeweils einmal die Stunde anzugegeben, wie hoch der Grad der Müdigkeit ist und wie hoch die empfundene Langeweile ist. Per App beobachteten die Forscher, wie oft nach dem Handy gegriffen wurde. Über die Hälfte der Teilnehmer verwendeten 20 Minuten nach der Abfrage ihr Smartphone. Die Handynutzung dauerte im Schnitt 92 Sekunden.

Je höher Erschöpfung und Langeweile waren, desto häufiger wurde auch nach dem Telefon gegriffen. Die Smartphone-Pausen schienen keinerlei Entspannung zu liefern. Die Forscher betonen allerdings, dass es sich dabei nur um einen sehr geringen Effekt handelt. Die Handynutzung am Arbeitsplatz solltest du dir sowieso noch einmal überlegen. Das Smartphone schadet nämlich unbewusst deiner Karriere. Falls es dich interessiert: So sieht es mit der rechtlichen Lage zur Handynutzung bei der Arbeit aus.

Zu den Kommentaren
Neueste Videos auf futurezone.de

Neueste Videos auf futurezone.de

Beschreibung anzeigen