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Nach öffentlicher Kritik gefeuert: Amazon-Mitarbeiter verlieren ihren Job

Nach der öffentlichen Kritik an den Zuständen im Lager wurden nun zwei Amazon-Mitarbeiter gefeuert.
Nach der öffentlichen Kritik an den Zuständen im Lager wurden nun zwei Amazon-Mitarbeiter gefeuert.
Foto: imago images / photothek
Der Versandhaus-Riese feuerte jüngst zwei seiner Amazon-Mitarbeiter, nachdem sich diese lautstark über die Zustände des Warenlagers beschwert hatten.

Nach der öffentlichen Kritik an den Zuständen im Warenlager des größten Versandhauses der Welt sah sich der Konzern gezwungen, gleich zwei seiner Amazon-Mitarbeiter zu feuern. Die beiden Frauen machten lautstark auf die Missstände während der Corona-Krise aufmerksam, dies kostete sie nun ihren Job.

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Öffentliche Kritik an Zuständen: Zwei Amazon-Mitarbeiter gefeuert

Wie die das Portal Mashable berichtet, wurden die beiden Amazon-Mitarbeiterinnen Emily Cunningham und Maren Costa vor wenigen Tagen gefeuert. Beide gehörten der Amazon Employees for Climate Justice-Gruppe an und denunzierten den Konzern öffentlich via Twitter für seine "Misstände sicherer und sauberer Arbeitsbedingungen". Dabei äußerte sich Cunningham zuerst, bevor die Kritik von Costa retweetet werden konnte. Beide boten Spenden in Höhe von 500 US-Dollar an, um Amazon-Mitarbeitern in Lagerhallen zu helfen, die bislang keine Unterstützung erhielten.

In einem Statement äußerte sich Amazon-Sprecher Drew Herdener zu den Vorwürfen. Die beiden gefeuerten Frauen hätten mehrfach gegen interne Auflagen verstoßen. Kritik sei zwar erwünscht, allerdings wäre man gegen interne Maßnahmen dabei nicht geschützt. Amazons externe Kommunikationsauflagen sehen nämlich vor, dass Amazon-Mitarbeiter sich nicht öffentlich zu dem Versandhaus-Giganten äußern dürfen, solange die Äußerungen nicht von Vorgesetzten abgesegnet worden sind. Selbst dann sei es nicht gestattet, das Unternehmen öffentlich in ein schlechtes Licht zu rücken.

Dritter Amazon-Mitarbeiter suspendiert

Auch ein dritter Amazon-Mitarbeiter gesellt sich dazu: Chris Hayes kritisierte die Vorgehensweise, mit der Angestellte des Lagers behandelt werden. Vor Kurzem lud er Kollegen zu einer virtuellen Diskussion ein. Er war bereits an dem Punkt, seine Kündigung einzureichen, als Amazon ihm mitteilte, dass er nicht mehr weiterarbeiten dürfe.

Dies ist nicht das erste Mal, dass Amazon-Mitarbeiter Kritik an den Umständen, die bei ihrem Arbeitgeber vorherrschen, äußern. Ein Ex-Angestellter forderte jüngst sogar die Zerschlagung des Amazon Marketplace. Auf der anderen Seite stellte das Unternehmen vor Kurzem über 100.000 neue Mitarbeiter ein, um die Amazon-Lieferungen zu gewährleisten.

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