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REvil-Ransomware nimmt Donald Trump ins Visier – 42 Mio. US-Dollar sollen ihn retten

Hacker drohen mit der Veröffentlichung brisanter Informationen über US-Präsident Donald Trump.
Hacker drohen mit der Veröffentlichung brisanter Informationen über US-Präsident Donald Trump.
Foto: imago images / UPI Photo
In Zuge der jüngsten REvil-Ransomware-Attacke auf die Anwaltskanzlei Grubman Shire Meiselas & Sacks steht nun offenbar US-Präsident Donald Trump im Fokus der Hacker.

Bei REvil-, Sodinokibi- oder auch Bluebackground-Ransomware handelt es sich um einen Dateiblockiervirus. Er entschlüsselt Dateien nach der Infektion und lässt sein Opfer lediglich mit einer Lösegeldforderung zurück. Im Fall der Promi-Kanzlei Grubman Shire Meiselas & Sacks belief sich diese Forderung bislang auf 21 Millionen US-Dollar. Nun jedoch wurde diese verdoppelt und zielt auf einen ganz besonderen Klienten ab: Donald Trump.

Donald Trump: REvil-Ransomware macht Druck

Es ist nicht unüblich, dass die Lösegeldforderung nach einen REvil-Ransomware-Angriff verdoppelt wird, sofern ihr nicht rechtzeitig nachgekommen wird. Dieser Fall jedoch bringt eine gewisse Brisanz mit sich. Nicht nur soll sich unter den Dokumenten mitunter "dreckige Wäsche" über den US-Präsidenten Donald Trump befinden, sondern auch andere prominente Klienten der Kanzlei dürften um unerwünschte Enthüllungen fürchten.

Sie schienen das eigentliche Ziel der Sodinokibi-Attacke gewesen zu sein. Immerhin ging mit der 21-Millionen-Dollar-Forderung zunächst "lediglich" die Drohung einher, man würde Verträge, Geheimhaltungsvereinbarungen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Korrespondenz dieser Klienten veröffentlichen. Die neuen Informationen könnten jedoch die Wiederwahl des umstrittenen US-Staatschefs gefährden.

"Und Ihnen Wählerinnen und Wählern können wir sagen, dass Sie ihn nach einer solchen Veröffentlichung sicherlich nicht mehr als Präsidenten sehen wollen", zitiert Page Six die Erpresser. Grubman wolle die Summe dennoch nicht zahlen. Man verhandele nicht mit Terroristen und das FBI (Federal Bureau of Investigation) habe sich der Sache bereits angenommen, heißt es.

Ransomware – auch für dich nicht ungefährlich

Wenngleich Viren, wie die REvil-Ransomware es in der Regel auf Unternehmen abgesehen haben, können sie auch dir gefährlich werden. Am Beispiel der Kanzlei Grubman Shire Meiselas & Sacks lässt sich etwa erkennen, dass Kunden kaum etwas gegen einen solchen Angriff ausrichten können, sie sind ihm schutzlos ausgeliefert. Im kleineren Rahmen sind es jedoch eher Trojaner wie Pegasus, ein Spionageprogramm der israelischen NSO Group. Ein fieser Trick ermöglicht es außerdem Fremden, dein WhatsApp mitzulesen. Sei also auf der Hut.

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