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Googles Handy-Tracking bekommt rechtliche Beschwerden: So gefährlich ist es für dich

Mit der Android Advertising ID kann Google dein Handy tracken.
Mit der Android Advertising ID kann Google dein Handy tracken.
Um dir auf dich angepasste Werbung zeigen zu können, trackt Google dein Android-Handy. Gegen das Handy-Tracking wurde jetzt eine DSGVO-Beschwerde eingereicht.

Handy-Tracking ist eine gängige Methode zur Beobachtung deines Online-Verhaltens. Unternehmen möchten mehr über dich herausfinden, um an dich angepasste Werbung auf deinem Smartphone zu schalten. Das Werbe-Tracking geschieht über die Android Advertising ID (AAID), eine Nummer, die deine Handy-Nutzung identifizierbar macht. Ein Nutzer reichte gemeinsam mit einer Bürgerrechtsorganisation eine rechtliche Beschwerde ein. Experten raten Google, diese ernst zu nehmen. Laut Beschwerde-Brief werden Android-Nutzer über die AAID ausspioniert.

Googles Handy-Tracking in der Kritik

Das Handy-Tracking sowie generelles Online-Tracking von Usern von großen Internet-Firmen wird häufig kritisiert. Eigentlich wissen die meisten Nutzer mittlerweile, dass ihre Online-Aktivität beobachtet wird – zumindest zu Gunsten der personalisierten Werbung. Das lassen sich längst nicht alle gefallen. Ein Android-Nutzer aus Österreich reichte gemeinsam mit einer Bürgerrechtsorganisation Beschwerde gegen das Handy-Tracking ein.

Die AAID würde es Google ermöglichen jeden Android-Nutzer ohne rechtlichen Beschluss auszuspionieren. Nutzer sind außerdem nicht in der Lage zu kontrollieren, welche Daten an Webetreibende weitergegeben werden. Wie Heise berichtet, empfiehlt der Datenschutzbeauftrage Johannes Caspar Google, die Beschwerde ernst zu nehmen. Durch das Handy-Tracking würden "erhebliche datenschutzrechtliche Zweifel" aufkommen.

So reagierte Google auf die brisanten Vorwürfe

Google soll dem Beschwerde-Verfasser geraten haben, seine AAID-Einstellungen einfach zurückzusetzen. So würde sich eine anderen Nummer für das Handy-Tracking generieren, die dann verwendet wird. An der Tatsache, dass das Handy getrackt wird, ändert das jedoch nichts. Diese fehlende Opt-In-Funktion wird in dem Beschwerdebrief stark bemängelt.

AAID greift auch auf andere Daten

Eigentlich soll AAID das Handy-Tracking so anonym wie möglich gestalten, doch in der Beschwerde wird dies bezweifelt. So soll Google durch die Android Advertising ID auch auf andere Daten von dir, wie auf deine E-Mail- oder IP-Adresse, zugreifen können. Sollte der Beschwerde entsprochen werden, droht Google eine Strafe von sechs Millarden Dollar. Inwiefern Google auch nach der Zahlung der Strafe seine Richtlinien ändern würde, ist unklar. Immerhin gehört das Unternehmen zu den reichsten der Welt. Google hat auf die offizielle Beschwerde nicht mehr reagiert.

Neben dem Handy-Tracking könnte deine Android-Sicherheit auch anderweitig in Gefahr sein. Zudem raten wir dir, diese Sicherheitswarnung auf Google Maps auf keinen Fall zu ignorieren.

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