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Mit diesem Facebook-Hack spioniert Zuckerberg seine User aus

Mithilfe eines Facebook-Hacks kann der US-Konzern seine Nutzer auspionieren.
Mithilfe eines Facebook-Hacks kann der US-Konzern seine Nutzer auspionieren.
Foto: pexels
Durch einen neuen Facebook-Hack ist es möglich, User auszuspionieren. Ein entsprechendes Facebook-Tool wurde von Hackern entwickelt. Das Verrückte daran ist: Facebook selbst ist der Auftraggeber.

Ein Facebook-Hack macht es dem US-Konzern möglich, seine User auszuspionieren. Facebook selbst hält sich bei dem Thema eher bedeckt. Das Facebook-Tool soll dem FBI dabei geholfen haben, einen Sexualstraftäter zu fassen.

Facebook-Hack: User-Privatsphäre wird aufgehoben

Facebook soll eine Cybersicherheitsfirma damit beauftragt, und einen sechsstelligen Betrag gezahlt haben, ein Facebook-Tool zu entwickeln, dass sogar Tails Operating Systeme (Tails OS) infiltrieren kann. Ziel war es, das Benutzerkontos eines Facebook-Users zu hacken. Tails OS ist wohl das anonymste Betriebssystem der Welt und wird daher oftmals von Cyberkriminellen benutzt, aber auch Aktivisten, Journalisten, Regierungsbeamte und andere User, die ihre Privatsphäre schützen wollen, greifen auf das System zurück.

Die Geschichte hinter der Entwicklung des Facebook-Hacks handelt vom Sexualstraftäter Buster Hernandez aus Kalifornien. Er soll jahrelang Mädchen terrorisiert und schikaniert haben, Nacktfotos erpresst und bedroht haben. Ein Großteil des Missbrauchs geschah über Facebook. Laut eines Berichts von motherboard konnte das FBI Hernandez mithilfe des Facebook-Hacks nun überführen.

FBI und Facebook arbeiteten wohl zusammen

Der Facebook-Hack wurde so programmiert, dass ein Fehler im Tails-Videoplayer die echte IP-Adresse der Person preisgibt, die ein vorher präpariertes Video schaut. Eines der Opfer von Hernandez sendete ihm ein solches Video, das mit einer Sprengfalle versehen war, was letztendlich zur Verhaftung des Sexualstraftäters durch das FBI führte.

Auch wenn die Verhaftung von Hernandez ein Erfolg darstellt, bleibt die Frage nach der Rolle Facebooks bei der ganzen Sache ungeklärt. Ist es in Ordnung, dass ein Privatunternehmen wie Facebook einen Hack in Auftrag gibt, um einen User auszuspionieren? Zusätzlich kommt hinzu, dass das Facbook-Tool ja nicht bei Facebook, sondern in Tails OS zur Anwendung kam. Ein Sprecher von Tails gab an, nie von Facebook über die Entwicklung informiert worden zu sein.

Schwammige Rechtslage

Es ist wohl auch nicht endgültig geklärt, ob das FBI überhaupt wusste, dass Facebook bei der Verhaftung involviert war. Die Übergabe des Facebook-Hacks an das FBI erfolgte durch einen Vermittler. Ein Sprecher von Facebook äußerte sich dann doch zu dem Fall und sagte, dass es nur um die Verhaftung von Buster Hernandez gegangen sei und es sich hier nicht um einen Präzedenzfall handele.

Und bleibt nur zu hoffen, dass Facebook und das FBI das Facebook-Tool ab sofort unter Verschluss halten, damit die User nicht unbemerkt ausspioniert werden können. Ein weiterer Fall, bei dem der Facebook-Hack zum Einsatz gekommen wäre, ist nicht bekannt. Einen anderen Facebook-Hack kannst du selbst bekämpfen, in dem du bestimmte Facebook-Freunde löschst. Experten warnen schon länger vor einer App aus der Facebook-Familie, nämlich vor WhatsApp. In Deutschland bekommen die Behörden wohl bald das Recht, Whatsapp-Chats der Bürger mitzulesen.

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