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Hinterhältige Steuersoftware: Vor dieser warnt selbst das FBI

Es gibt Steuersoftware, die ihre Nutzer ausspioniert.
Es gibt Steuersoftware, die ihre Nutzer ausspioniert.
Foto: iStock.com/PeopleImages
Auch bei Steuersoftware gibt es Programme, die ihre Nutzer heimlich im Hintergrund ausspionieren. Das FBI warnt gegenwärtig vor einigen davon.

Es gibt Steuersoftware, die ihren Anwender unbemerkt und gefährlich schaden kann. Einige solcher Programme sind in den Fokus des US-amerikanischen Sicherheitsbehörde FBI (Federal Bureau of Investigation) gerückt, weil sie besonders dreist vorgehen. Die Folgen daraus können verheerend sein.

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Diese Steuersoftware schadet, laut FBI

Bei der fragwürdigen Steuersoftware handelt es sich um Programme, die von Unternehmen genutzt werden, um ihre Umsatzsteuererklärung zu machen. Dies allerdings nur, wenn sie auf dem chinesischen Markt agieren. Laut dem FBI soll die Malware im Hintergrund heimlich Türen zu den jeweiligen Firmennetzwerken öffnen, Zugriff dazu ermöglichen und auch Administratorrechte vergeben. Auf diese Weise könnte zum Beispiel zusätzliche Spionagesoftware installiert werden.

Bisher konnte das FBI zwei Hersteller fragwürdiger Steuersoftware ausmachen: Die IT-Firmen Aisino und Baiwang, wie ZDNet meldet. Diese Unternehmen seien zudem die einzigen, die von der chinesischen Regierung eine offizielle Lizenz zum Anbieten ihrer Steuerprogramme erhalten haben. Das würde bedeuten, dass jedes in China agierende ausländische Unternehmen der Sicherheitslücke ausgesetzt ist.

Erste Fälle von Mißbrauch durch Steuersoftware

Laut der aktuellen FBI-Warnung gab es bislang zwei Fälle, in denen die manipulierte Steuersoftware zum Einsatz gekommen ist. Die betroffenen Firmen hatten den Zugriff der schadhaften Programme auf ihr internes Netzwerk entdeckt. Über regelmäßige Updates, die zusätzliche Treiber installierten, sei es auch zum Anlegen einer Hintertür gekommen.

Das FBI vermutet, dass die angewandte Methode, sich über Steuersoftware Zugang zu verschaffen, im Wissen des chinesischen Geheimdienstes durchgeführt wird. Zwar gibt es keine offizielle Anschuldigung, das Betreiben der Programme durch Baiwang und Aision unter Aufsicht des National Information Security Engineering Center (NISEC) deute aber eine "fundamentale Verbindung" Volksbefreiungsarmee hin.

Ähnliche Angriffe gibt es immer wieder. Schon 2017 wurden Nutzer über Updates von Steuersoftware ausgehorcht.

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