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Internetbetrug mit Testessen auf Facebook ist besonders unverschämt

Grund zur Frustration dank diesem besonders dreisten Internetbetrug.
Grund zur Frustration dank diesem besonders dreisten Internetbetrug.
Foto: iStock/skynesher
Ein Internetbetrug der besonders dreisten Sorte ist derzeit auf Facebook aktiv. Dabei wird mit dem Versprechen von Gratisessen und dem gleichzeitigen Geldverdienen geworben. Das steckt dahinter.

Einige Facebook-Nutzer haben sie schon gesehen. Die Werbeanzeige für ein Unternehmen mit der Website gratis-essen-testen.de poppt gerade überall auf der Social Media-Plattform auf. Das echt verheißungsvolle Versprechen: Du kannst Geld verdienen, wenn du dich als Testesser anmeldest und eine Bewertung abgibst für Essen, das dir gar kostenlos vorgestellt wird. Doch es ist Internetbetrug.

Bösartiger Internetbetrug mit gratis Essen

Das Konzept scheint so einfach wie genial: Über das Unternehmen meldest du dich als Testesser an und bekommt regelmäßig Einladungen in regionale Gastronomieeinrichtungen. Mit dazu bekommst du einen Rabattschein für das Essen, wodurch es manchmal so gut wie gratis ist. Wenn du dann nach dem Essen noch eine Bewertung abgibst, bei der du einen längeren Fragebogen per Mail abschickst, dann hast du dir laut der neuen Facebook-Anzeige nochmal bis zu 25 Euro verdient. Doch das Konzept ist ein einziger Internetbetrug.

Die Anmeldung ist auch relativ reibungslos. Zur Auswahl stehen Kategorien an Gerichten, die man bereit ist zu testen, darunter gängige Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Pizza, Kaffee, Softdrinks und so weiter. Doch bereits auf der Folgeseite wird die Möglichkeit, Testesser zu werden geknüpft an ein Gratis-Abo mit mindestens 6 Ausgaben einer Zeitschrift. Auch wenn keine Abnahmeverpflichtung versprochen wird, klingt das Angebot schon jetzt höchst suspekt. Zum Abschluss gibt man seine Daten ein und stimmt dem Vertrag online zu. Nur im Kleingedruckten steht, dass nach den 6 gratis Ausgaben, man ein Jahres-Abo der Zeitschrift abonniert hat.

Internetbetrugsseite ist alter Schwindel im neuen Gewand

Das Konzept klingt nach einer bereits im Februar 2020 gemeldeten Internetbetrugsseite mit dem Namen "Cash for Food". Das Anmeldeprozedere und die Bedingungen sind fast identisch. Der Betreiber beider Seiten ist derselbe. Auf Anfrage vom "Schwarzwälder Boten" auf die Masche von "Cash for Food" hatte Oliver Buttler, Abteilungsleiter Telekommunikation, Internet, Verbraucherrecht (TIV) bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bereits klargestellt, dass eine kostenpflichtige Verlängerung einer Gratis-Leseprobe nach Ablauf der Frist nicht zulässig ist. Darüber hinaus seien vielen weitere Punkte auf der Seite abmahnfähig. Also klarer Fall von Internetbetrug.

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