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Preispolizei Amazon? Kartellamt geht gegen den Online-Riesen vor

Hat Amazon die Preise im Amazon Marketplace zu stark reguliert? Das Bundeskartellamt prüft das vorläufig.
Hat Amazon die Preise im Amazon Marketplace zu stark reguliert? Das Bundeskartellamt prüft das vorläufig.
Foto: imago images / Kyodo News
Das Kartellamt prüft derzeit, ob Amazon die Preise von Drittanbietern im Amazon Marketplace zu stark reguliert habe.

Während sich die Corona-Pandemie immer weiter zuspitzte, bemerkten viele Kunden, dass einige Artikel unter anderem im Amazon Marketplace zum Teil stark überteuert waren. Etwa Desinfektionsmittel oder Toilettenpapier wurden plötzlich zu unverhältnismäßig hohen Preisen angeboten. Amazon musste eingreifen. Doch jetzt prüft das Kartellamt, ob eine zu starke Preisregulierung seitens des Online-Händlers vorliegt.

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Preise des Amazon Marketplace zu stark reguliert? Das ist der Vorwurf

Amazon sperrte etliche Händlerkonten, die Produkte im Amazon Marketplace verkauften, weil diese zum Teil Wucherpreise verlangten. Das Bundeskartellamt scheint diesem Vorgehen gegenüber skeptisch eingestellt zu sein.

Amtspräsident Andreas Mundt erklärte laut Welt bei einer Online-Pressekonferenz Anfang September: "Ich zögere schon, das Wort Preiskontrolle in den Mund zu nehmen. [...] Nach meiner festen Überzeugung sollten Preise im Markt gemacht werden." Auch unabhängig von Amazon sei der Amtspräsident "nie dafür, dass ein Unternehmen Preise kontrolliert und festsetzt."

Das sagt Amazon zu der vorläufigen Prüfung

Ein Amazon-Sprecher erklärt uns zu der vorläufigen Prüfung des Kartellamts in Deutschland: "Amazon Verkaufspartner legen ihre eigenen Produktpreise in unserem Store fest. Wir möchten, dass die Kunden mit Vertrauen kaufen, wann immer sie auf Amazon.de einkaufen, und wir haben Richtlinien, die sicherstellen sollen, dass die Verkaufspartner ihre Produkte zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Unsere Systeme sind so konzipiert, dass sie Maßnahmen gegen Preistreiberei ergreifen. Wenn Verkaufspartner Bedenken haben, ermutigen wir sie, sich an unseren Verkaufspartner-Support zu wenden."

Weitere Amazon-News

In den USA stehen derzeit sechs Verdächtige wegen Bestechung im Amazon Marketplace vor Gericht. Damit soll dieser Amazon-Betrug endlich ein Ende finden. Wie viel Umsatz der Amazon Prime Day von 2015 bis 2019 gemacht hat, erfährst du hier.

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