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Corona-Pandemie: Das Virus beeinflusst dich, ohne dass du es merkst

Die Coronavirus-Folgen sind auch im sozialen Bereich spürbar. So ändert sich beispielsweise das Verhalten hinsichtlich der Social-Media-Nutzung.
Die Coronavirus-Folgen sind auch im sozialen Bereich spürbar. So ändert sich beispielsweise das Verhalten hinsichtlich der Social-Media-Nutzung.
Foto: iStock.com/Drazen Zigic
Die Corona-Pandemie hat nicht nur Auswirkungen für die Wirtschaft und das Gesundheitswesen. Die Corona-Folgen sind auch bei sozialen Aspekten zu spüren.

Die Coronavirus-Folgen sind in Deutschland jeden Tag zu sehen und zu spüren. Die Maskenpflicht und Hygienevorschriften erinnern dich immer daran, dass das Leben mit dem gefährlichen Virus schon lange zum Alltag geworden ist. Doch auch unser soziales Verhalten hat sich geändert. Wie sich nun zeigt, hat die Corona-Pandemie auch außergewöhnliche Auswirkungen auf deine Social-Media-Nutzung.

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Coronavirus-Folgen: Änderung der Social-Media-Nutzung

Seit dem Beginn der Pandemie und der ersten Lockdowns haben Menschen auf der ganzen Welt viel mehr Zeit in sozialen Netzwerken verbracht als zuvor, doch das ist noch lange nicht die ganze Wahrheit. Als Folge des Coronavirus hat sich auch die Art und Weise verändert, wie wir Nachrichten und Informationen über soziale Netzwerke aufnehmen. Dieses Phänomen ist unter dem Namen "Doomscrolling" bekannt. Es bezeichnet eine Veränderung der Social-Media-Nutzung auf eine Weise, dass beim Scrollen durch diverse hauptsächlich negative Nachrichten über Chaos und Gewalt aufgenommen werden.

Dabei ist das nicht nur auf Corona-Content beschränkt, obwohl dieser einen großen Teil der negativen Nachrichten ausmacht. Auch gewaltsame Proteste, Rassismus und soziale Ungerechtigkeit gehören zu aktuell wichtigen Themen. Das Gefährliche an diesem Phänomen ist die zunehmende Abstumpfung, die durch das mediale Überangebot noch befeuert wird. Als Folge des Coronavirus wird das Leben mit Gewalt, Tod und sozialer Ungleichheit in den Social-Media-Feeds immer mehr zur vermeintlichen Normalität.

Besonders betroffen sind Dating-Apps

Besonders gravierend manifestiert sich dieses Phänomen auf Dating-Apps. Das sogenannte "Doomswiping" bezeichnet das gedankenverlorene swipen durch zahllose Profile auf einschlägigen Dating-Portalen. Dabei besteht nicht einmal zwangsläufig das Bedürfnis, jemanden zu treffen.

Vielerorts stellt das Dating in Coronazeiten sowieso ein Problem dar, da es schwierig ist, einem Fremden näher als den Mindestabstand von 1,5 Meter zu kommen. Der Grund für das pausenlose swipen ist vielmehr, dass die Menschen auf diese Weise (bewusst oder unterbewusst) versuchen, dem Alltag zu entfliehen. So ist das Gehirn beschäftigt und muss nicht mehr an die neue, deprimierende Realität denken, die von den Folgen des Coronavirus dominiert wird.

In einer Umfrage des Dating-Portals Hily gaben 23 Prozent der Nutzer an, die Dating-App als eine Fluchtroutine aus dem Alltag zu nutzen.

Eine bestimmte Altersgruppe zeigt keine Übersterblichkeit und leidet nur sehr wenig unter den Coronavirus-Folgen. Außerdem soll dieses Coronavirus-Anzeichen deinen Krankheitsverlauf vorhersagen können.

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