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Apple-Recycling wird missbraucht: Der iPhone-Konzern kennt dabei keine Gnade

Mit Apple-Recycling möchte das Unternehmen sich für die Umwelt einsetzen. Doch das ging schief.
Mit Apple-Recycling möchte das Unternehmen sich für die Umwelt einsetzen. Doch das ging schief.
Foto: iStock.com/ozgurdonmaz
Für Apple-Recycling ist ein Unternehmen zuständig. Doch das Vertrauen des iPhone-Konzerns wurde nun sichtlich ausgenutzt. Das hat nun Folgen.

Apple musste eine unschöne Entdeckung machen: Ein Unternehmen, dass ich sich in erster Linie um das Apple-Recycling kümmern sollte, wurde nun bei illegalen Verkäufen erwischt. Das lässt der iPhone-Hersteller nicht einfach aus sich sitzen und verklagt nun den Konzern, der für Elektronikrecycling steht. Immerhin wurden mehr als 100.000 Apple-Geräte ohne Zustimmung verkauft.

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Apple-Recycling ausgenutzt: Jetzt folgt die Klage

Das kanadische Unternehmen Geep muss sich nun gegenüber Apple verantworten. Über 100.000 Geräte waren für das Apple-Recycling vorgesehen und wurden illegal verkauft. Laut Geep sollen drei Mitarbeiter dafür verantwortlich sein. Wie sich aber nun zeigt, sollen darunter sogar Führungskräfte des Unternehmens sein. Das Unternehmen hat die Geräte nicht nur verkauft, sondern dabei auch Gewinn gemacht. Darunter befanden sich iPhones, iPads und auch Apple Watches.

Dabei war die Aufgabe von Geep das Apple-Recycling. Dazu gehört es die Geräte in ihre Einzelteile zu zerlegen und zu recyclen. Der Konzern behauptet aber, dass nicht klar war, was die drei Mitarbeiter da heimlich trieben. Der Diebstahl wird nicht abgestritten, dennoch sei es eben nicht im Wissen des Unternehmens erfolgt. Apple ist sich sicher, dass es sich dabei um Mitarbeiter der Führungsebene handeln soll.

Mehr Geräte könnten illegal verkauft worden sein

Die Klage wurde von Apple bereits im Januar 2020 eingereicht, heißt es bei The Logic. Darauf reagierte Geep im Juli. Das iPhone-Unternehmen fordert nun die Summe des Gewinns, welcher durch die gestohlenen Geräte erwirtschaftet wurde. Zusätzlich werden noch 31 Millionen kanadische Dollar (rund 19,8 Millionen Euro) verlangt. Geep möchte, dass die Zahlung durch die verantwortlichen Personen erfolgt.

Nur durch eine Prüfung der Lager von Geep konnte Apple diesen Betrug aufdecken. Nach dem Verdacht überprüfte das Unternehmen die Seriennummern der Geräte, die an Geep für das Apple-Recycling weitergereicht wurden. Es stellt sich heraus, dass etwa 18 Prozent der Produkte weiterverkauft wurden. Apple konnte diese anhand ihrer Seriennummer identifizieren. Der Konzern geht davon aus, dass die Zahl der illegal verkauften Gerät durchaus weit über 103.845 liegen könnte. Doch das sind nur die Modelle, die das Unternehmen nachverfolgen konnte.

Mit dem Apple-Recycling möchte das Unternehmen was fürs Klima tun. Doch es wird bezweifelt, ob die Maßnahmen wirklich helfen. Immer wieder muss das iPhone-Unternehmen klagen: Dieses Start-up soll sich Apples iOS kopiert haben.

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