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Apple-Datenschutz: App Store macht große Fortschritte für dich

Wie gut ist der Apple-Datenschutz? Nach einer grundlegenden Neuerung bei der Kontrolle von Tracking-Apps deutlich besser.
Wie gut ist der Apple-Datenschutz? Nach einer grundlegenden Neuerung bei der Kontrolle von Tracking-Apps deutlich besser.
Foto: istock.com/Apisorn
Der Apple-Datenschutz war immer wieder mal in der Kritik aufgrund von Apps zum Tracking deiner Daten und deines Nutzerverhaltens. Im Apple App Store soll ab sofort mehr Transparenz herrschen.

Apps sind eine feine Sache. Die kleinen Programme auf der Benutzeroberfläche deines Smartphones oder Tablets erleichtern dir den Alltag durch praktische Features. Doch die Anwendungen wollen auch was von dir. Sie wollen deine Daten, vom Namen über deine E-Mail bis hin zu deiner Adresse, oder Angaben dazu wo du gerade was gemacht hast. Oft kriegst du das Tracking der Apps gar nicht erst mit. Darum will der Apple-Datenschutz für mehr Transparenz für seine Nutzer im App Store sorgen.

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Apple-Datenschutz: Mehr Infos zu Apps Tracking im App Store

Dass Apps dein Nutzerverhalten tracken und so Daten über dich sammeln, das lässt sich nicht beiläufig vermeiden. Bislang musstest du schon selbst aktiv werden und in den Einstellungen die Standard-Berechtigungen der Apps für einzelne Funktionen widerrufen. Seit dem 14. Dezember 2020 wird im Apple App Store deshalb der Apple-Datenschutz ganz groß geschrieben. Im Store können nun Nutzer ab sofort genau sehen, welche Informationen eine App von ihnen sammelt, noch bevor sie sich für einen Download der App entscheiden.

So funktioniert der Apple-Datenschutz ab Dezember 2020

Diese Neuerung im Apple App Store stand schon im Juni 2020 während der Worldwide Developers Conference des Unternehmens fest. Danach unterteilt Apple fortan alle Apps in drei Kategorien: "Fürs Tracking verwendete Daten", "Mit dir verknüpfte Daten" und "Nicht mit dir verknüpfte Daten". Die erste Kategorie dreht sich um Tracking-Apps, also Anwendungen, die deine Daten sammeln und diese mit den Daten anderer Unternehmen über dich abgleichen und im besten (oder schlimmsten) Fall ein Profil zu dir anlegen, das dann zum Beispiel mit Werbung bespielt werden kann.

Unter "Verknüpfte Daten" sind Informationen zu verstehen, die mit der Identität des Nutzers verbunden sind, wie etwa das Amazon-Konto oder wo man welche Anwendung gerade öffnet. "Nicht verknüpfte Daten" dagegen werden zwar auch erhoben, können aber nicht mehr auf den einzelnen Nutzer oder die einzelne Nutzerin zurückgeführt werden, weil sie eben "nicht verknüpft" sind. In diesen Kategorien zeigt dir der Apple App Store auch, welche Art von Daten gesammelt wird, wie etwa Shopping-Verhalten, Website-Verlaufshistorie oder Standort. Alle Entwickler sind dazu angehalten, diese Infos zu ihren Apps anzugeben, inklusive Apple, der erst vor kurzem gerade wegen mangelnder Transparenz von WhatsApp kritisiert wurde.

Diese neuen Transparenzhinweise macht den Apple-Datenschutz noch sicherer vor Tracking-Apps wie diese berüchtigten zehn Anwendungen und werden auf alle neuen Anwendungen ausgerollt. Alte Apps werden auch dahingehend aktualisiert. Das ist aber nicht die einzige Neuerung im Apple App Store. Zuletzt wurden auch die Gebühren gesenkt.

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