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Apple und Facebook: Großer Streit um ein kleines Pop-Up

Apple und Facebook haben sich wieder einmal miteinander angelegt. Dieses Mal geht es um Apples neue Richtlinien zur Werbetransparenz und zum Datenschutz.
Apple und Facebook haben sich wieder einmal miteinander angelegt. Dieses Mal geht es um Apples neue Richtlinien zur Werbetransparenz und zum Datenschutz.
Foto: [Futurezone.de] via Canva.com
Zwischen Apple und Facebook ist ein handfester Streit entbrannt, der schon lange unter der Oberfläche schwelte. Schuld ist ein kleines Pop-Up.

Die US-Firmen Apple und Facebook sind schon häufiger einmal aneinandergeraten und auch jetzt gibt es wieder dicke Luft. Es geht um ein kleines Pop-up auf dem iPhone, an dem sich Facebook stört und das angeblich das Schicksal Millionen kleiner Unternehmen bedrohen soll.

Facebook-Mitgründer fordert die Zerschlagung des sozialen Netzwerks
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Apple und Facebook: Streit um ein kleines Pup-Up auf dem iPhone

Im Juni kündigte Apple an, Maßnahmen gegen Tracking von Apps ergreifen zu wollen und die Daten und Privatsphäre ihrer Kunden so besser zu schützen. Zu diesem Zweck soll im Jahr 2021 das App Tracking Transparency-Framework (ATT) eingeführt werden. Betreiber von Apps müssen so künftig erst die Genehmigung des Nutzers einholen, bevor sie beispielsweise Werbe-Tracking verwenden dürfen. Also wird es ab dem nächsten Jahr ein kleines Pop-Up auf dem iPhone geben, dass dich nach der Berechtigung für Werbe-Tracking fragt. Bisher gab es das nicht und wer nicht getrackt werden wollte, musste umständlich aktiv widersprechen.

Daran stört sich vor allem Facebook, die eine große Kampagne gegen Apples neue Initiative für mehr Verbraucherschutz starteten. Dabei argumentiert der Marktriese, dass nicht nur ihre eigenen Werbeeinnahmen, sondern auch zahllose kleine Unternehmen gefährdet seien. Wie Facebook-CEO Mark Zuckerberg bemängelt, würden kleine Firmen durch diese Maßnahmen daran gehindert werden, zu wachsen.

Apple steht trotz Verschiebung weiterhin zu ATT

Diesen Vorwurf ließ Apple-Chef Tim Cook nicht auf sich sitzen und warf Zuckerberg vor, dass das "Datenwettrüsten" nur großen Firmenkonglomeraten wie Facebook nützen würde. Dass sich die CEOs von Apple und Facebook nicht ausstehen können, ist ein offenes Geheimnis. Trotzdem wurde der Start des Programms auf 2021 verschoben, was von Menschenrechtsorganisationen verurteilt wurde. Daraufhin bekräftige Apple, dass das Unternehmen weiterhin fest entschlossen hinter ATT stehe und die Privatsphäre der Nutzer schützen wolle. Zu Anfang des nächsten Jahres soll es dann soweit sein, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Das Gerangel zwischen Apple und Facebook ist bei Weitem nicht das erste Mal, bei dem sich die US-Techriesen in den Haaren haben. So übte beispielsweise der Apple Co-Gründer Steve Wozniak offene Kritik an Facebook. Umgedreht ist auch Apple kein Unschuldslamm, denn der Konzern nutzt seine Machtposition gegenüber Facebook schamlos aus.

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