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Twitter bannt Donald Trump – und warnt ihn vor weiteren Schritten

Nach dem Sturm auf das US-Kapitol hat Twitter Donald Trump gebannt.
Nach dem Sturm auf das US-Kapitol hat Twitter Donald Trump gebannt.
Foto: Getty Images/Robert Nickelsberg/Al Drago [M]
Der Mikroblogging-Dienst Twitter hat Donald Trump eine Auszeit verpasst. Sie könnte in einen permanenten Bann münden.

Mit ihrem Sturm auf das US-amerikanische Kapitol, dem Sitz des Kongresses in Washington, D.C., haben Trump-Anhänger eine mittlere Revolution losgetreten. Auch der US-Präsident selbst ließ es sich nicht nehmen, die Aktionen des Mobs zu kommentieren und in Teilen schriftlich zu unterstützen. Aufgrund seiner Aussagen suspendierte Twitter Donald Trump zunächst vorübergehend, warnt ihn jedoch vor weiteren Konsequenzen.

Donald Trump: Der Weg zum Twitter-Präsidenten
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Twitter: Donald Trump vorübergehend gesperrt

Das Unternehmen sagt, dass es Trumps Konto für 12 Stunden gesperrt habe und dass der Präsident verpflichtet sei, drei Tweets zu entfernen, die es zuvor als gewaltverherrlichend eingestuft hatte. "Als Folge der beispiellosen und anhaltenden gewalttätigen Situation in Washington, D.C., haben wir die Entfernung von drei @realDonaldTrump Tweets, die heute früh gepostet wurden, wegen wiederholter und schwerwiegender Verstöße gegen unsere Civic Integrity Policy verlangt", schrieb Twitter zu Donalds Trumps Aussagen.

Dies bedeute, "dass das Konto von @realDonaldTrump nach der Entfernung dieser Tweets für 12 Stunden gesperrt wird. Wenn die Tweets nicht entfernt werden, wird das Konto gesperrt bleiben." Twitter fügte außerdem hinzu, dass zukünftige Regelverstöße "zu einer dauerhaften Sperrung des @realDonaldTrump-Kontos führen werden."

Früher am Tag hatte Twitter drei Tweets von Trump mit neuen Labels versehen, darunter ein Video, in dem er die Verantwortlichen für die Unruhen lobte und warnte, dass die Nachrichten ein „Risiko von Gewalt“ darstellten. Facebook und YouTube haben das Video Engadget zufolge anschließend von ihren Plattformen entfernt.

Der Sturm auf das US-Kapitol

Die friedliche Machtübergabe in den USA ist am Mittwoch für Stunden ins Stocken geraten, nachdem ein wütender Mob von Trump-Anhängern das Kapitol gestürmt und die Gesetzgeber gezwungen hatte, die Beglaubigung von Joe Bidens Präsidentschaftswahl vorübergehend aufzugeben.

Die gewalttätigen Zusammenstöße bildeten den Höhepunkt von zwei Monaten politischer Unruhen, in denen sich Präsident Donald Trump wiederholt weigerte, seine Niederlage gegen Biden zu akzeptieren und die Wut seiner Anhänger schürte, indem er mit haltlosen Behauptungen über massenhaften Wählerbetrug hausieren ging.

Die Reaktion Twitters auf Donald Trumps nun getätigte Beiträge stellt also nur die Spitze eines massiven Eisbergs dar. Für Trump ist Twitter ein wichtigesSprachrohr. Der noch amtierende US-Präsident teilt sich dort regelmäßig mit und seine Tweets werden regelmäßig mit Warnhinweisen versehen. Auch das könnte aber bald ein Ende haben.

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