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Twitter-Accounts gesperrt: Dienst schließt 70.000 Nutzer aus

Nach dem Sturm auf das US-Kapitol wurden gut 70.000 Twitter-Accounts gesperrt.
Nach dem Sturm auf das US-Kapitol wurden gut 70.000 Twitter-Accounts gesperrt.
Foto: Getty Images/Pavlo Gonchar/SOPA Images/LightRocket/Robert Nickelsberg
In Folge des Sturms auf das US-Kapitol hat Twitter viele Accounts gesperrt, die mit der QAnon-Bewegung in Verbindung gebracht werden konnten.

Der Sturm auf das US-amerikanische Kapitol hat eine ganze Reihe von Ereignissen ausgelöst. Im Mittelpunkt dieser Verkettung stehen neben dem noch amtierenden US-Präsidenten Donald Trump auch diverse Anhänger der QAnon-Bewegung. Neben Amazon und vielen weiteren Unternehmen zieht auch der Mikroblogging-Dienst Twitter entsprechende Konsequenzen. Er hat gut 70.000 Twitter-Accounts gesperrt.

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Twitter-Accounts gesperrt: QAnon muss einstecken

Konkret handelt es sich bei QAnon um eine mutmaßliche Person oder Gruppe aus den USA. Sie wird für eine ganze Palette meist rechtsextremistischer Verschwörungsmythen verantwortlich gemacht. Um die weitere Verbreitung derartiger Falschmeldungen zu unterbinden, wurden mittlerweile nicht nur diverse Produkte von Amazon entfernt, die mit QAnon in Verbindung gebracht werden können, sondern auch Tausende Twitter-Accounts gesperrt.

"Diese Konten teilten in großem Umfang schädliche QAnon-assoziierte Inhalte und widmeten sich hauptsächlich der Verbreitung dieser Verschwörungstheorie über den Dienst", erklärt das Unternehmen in einem Blogbeitrag. Die Sperrungen kommen, nachdem das Unternehmen am Freitag ankündigte, dass es Konten, die QAnon-Inhalte teilen, dauerhaft entfernen würde. Am Freitag hat der Dienst mitunter die Konten der bekannten Trump-Supporter Michael Flynn und Sidney Powell gesperrt.

Die Ankündigung von Twitter kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Social-Media-Unternehmen ihre Bemühungen verstärken, ihre Dienste von Inhalten zu befreien, die zu Gewalttätigkeiten wie den Ereignissen beim Aufstand im US-Kapitol führen könnten.

QAnon birgt Risiken

Nach dem Sturm auf das US-Kapitol hat auch der Online-Händler damit begonnen, Amazon-Produkte zur QAnon-Bewegung von seinen Plattformen zu werfen. Anhand von QAnon und "Pizzagate" lässt sich mit am einfachsten demonstrieren, welche Schäden verschwörerische Falschmeldungen anrichten können. Allerdings gibt es viele weitere Mythen, die weltweit diverse Anhänger finden. Die Flat Earthers glauben etwa, die Erde sei eine Scheibe. Wie würde das Leben auf unserem Planeten wohl aussehen, wäre er tatsächlich eine Scheibe?

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