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Gefahr gebannt: Gefährlicher Virus löscht sich jetzt selbst von deinem PC - aber wie?

Die Malware "Emotet" wurde von Europol bezwungen. Das bedeutet mehr Sicherheit für dich und deine Daten.
Die Malware "Emotet" wurde von Europol bezwungen. Das bedeutet mehr Sicherheit für dich und deine Daten.
Foto: Europol, Canva.com [M]
Zu Beginn des Jahres konnte die Polizeibehörde Europol den gefährlichsten Trojaner der Welt in die Knie zwingen. Jetzt löscht sich das Programm selbst von betroffenen Geräten.

Im Januar 2021 konnte das europäischen Polizeiamt ist in Zusammenarbeit mit anderen Behörden auf der ganzen Welt einen beispiellosen Schlag im Kampf gegen die Cyberkriminalität landen. Mit einer gemeinsamen Kraftanstrengung brachten sie die wohl gefährlichste Malware des Planeten zu Fall: Den Trojaner "Emotet".

Trojaner: Woher kommen sie und wie wirst du sie los?
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Die gefährlichste Malware der Welt

Die Malware "Emotet" galt lange Zeit als die gefährlichste Malware der Welt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte schon im Jahr 2018 vor der Schadsoftware gewarnt.

Ursprünglich wurde Emotet 2014 als Banking-Trojaner entwickelt, doch wurde später für so ziemlich jede kriminelle Machenschaft verwendet werden, die du dir vorstellen kannst. Sie schleust beispielsweise schadhaften Code auf deinen persönlichen Computer und ermöglicht es Kriminellen, ihn aus der Ferne zu steuern.

Emotet löscht sich selbst

Nachdem der brandgefährliche Trojaner bezwungen wurde, wurde eine "Cleanup Binary" entworfen, die dem Virus befiehlt, sich selbst vom betroffenen System zu löschen. Die Säuberungsaktion ist laut einem Tweet von Malwarebytes am 25. April 2021 angelaufen.

Was machte Emotet so gefährlich?

Besonders gefährlich war die Malware durch ihre polymorphe Form. Das bedeutet, dass sich der Code jedes Mal veränderte, wenn er aufgerufen wurde. Hinzu kam, dass die Malware in der Lage war, Adressbücher wie beispielsweise von Microsoft Outlook auszulesen und von dort aus gefälschte Nachrichten zu verschicken. So gelang es sich "Emotet", sich selbst "fortpflanzen".

Die Daten, die die Malware auf diese Weise entwendete, wurden an kriminelle Organisationen verkauft, die mit deren Hilfe ihre illegalen Aktivitäten wie Datendiebstahl und Erpressung durchzuführen, heißt es in der Pressemitteilung von Europol.

Emotet war nur gemeinsam zu bezwingen

In einer gigantischen Anstrengung wurden die Kräfte von zahlreichen Justizbehörden unter der Leitung von Europol gebündelt, um koordiniert gegen die Malware vorzugehen. Mit von der Partie waren beispielsweise das Bundeskriminalamt aus Deutschland und das FBI aus den Vereinigten Staaten.

Doch wie ist ihnen dieser Schlag gelungen? Um Emotet endlich Einhalt zu gebieten wurde die Infrastruktur zerstört, die die Malware verwendete. Sie bestand aus mehreren Hundert Servern, die auf der ganzen Welt verteilt waren. Dadurch, dass die Behörden koordiniert und zur selben Zeit vorgingen, gelang es, die Kontrolle über diese Infrastruktur zu übernehmen, sodass der Trojaner von innen heraus abgeschaltet werden konnte.

Eine andere Malware hatte sich auf Whatsapp unbemerkt durch Nachrichten verbreitet. Um dich vor dieser Bedrohung zu schützen, benötigst du ein zuverlässiges Virenschutz-Programm.

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