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Spotify Musik: Der Streamingdienst will deine Emotionen scannen

Wenn du bei Spotify Musik hörst, könnte der Streamingdienst dir bald anhand deiner Laune passende Musik vorschlagen.
Wenn du bei Spotify Musik hörst, könnte der Streamingdienst dir bald anhand deiner Laune passende Musik vorschlagen.
Foto: [Futurezone.de] via Canva.com
Wenn du auf Spotify Musik hörst, werden dir neue Lieder anhand deiner bisherigen Vorlieben vorgeschlagen. Künftig will Spotify sogar deine Emotionen scannen.

Der Musikstreamingdienst Spotify hat sich eine Technologie patentieren lassen, mit deren Hilfe er deine Emotionen scannen will. Wenn Spotify Musik spielt, sollen anhand deiner Emotionen noch bessere Vorschläge für neue Lieder gemacht werden. Doch wie soll das funktionieren?

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Vorschläge für Spotify-Musik sollen noch besser werden

Der Algorithmus, mit dem Spotify deinen persönlichen Musikgeschmack analysiert und dir anhand deiner Vorlieben neue Künstler und neue Lieder empfiehlt, ist an sich schon ein beeindruckendes Werk der Technik. Doch jetzt setzt der Musikstreamingdienst aus Schweden noch eine Schippe drauf. Wenn du auf Spotify Musik hörst, sollen deine Umgebung und deine Emotionen getrackt werden, um dir passende Musik für die Laune zu empfehlen, in der du dich gerade befindest.

Doch wie soll das funktionieren? Für die Technologie haben die Schweden schon im Jahr 2018 ein Patent beantragt, welches in diesem Monat genehmigt wurde.

Spotify scannt dein Umfeld mit einer Spracherkennung

Dabei soll eine Spracherkennungssoftware zum Einsatz kommen. Wie das britische BBC berichtet, könnten mithilfe der neuen Technologie Informationen über Geschlecht, Alter, Akzent und Emotionen erhoben werden. Neben deiner Umgebung wird auch deine eigene Stimme gescannt. So kann der Algorithmus herausfinden, in welcher Laune du dich gerade befindest.

Außerdem erkennt Spotify an Umgebungsgeräuschen, ob du dich beispielsweise im Zug, der Mensa oder dem Strandbad befindest. Zusätzlich soll ermittelt werden, ob du allein bist oder dich mit anderen Leuten in einem Raum befindest. Durch dieses "soziale Setting" sollen die Vorschläge für Spotifys Musik ebenfalls noch verbessert werden. Wenn du also eine kleine Party gibst, spielt andere Musik, als wenn du allein mit einem Buch im Wohnzimmer sitzt. Für bestimmte Gemütszustände und soziale Begebenheiten könnten dann spezielle Spotify-Playlists erstellt und wiedergegeben werden.

Das Problem mit dem Datenschutz

Dabei darf natürlich der Datenschutz nicht zu kurz kommen. Die Forscher, die für Spotify an dem Projekt arbeiten, haben davor gewarnt, die Technologie "ohne angemessene Berücksichtigung der ethischen Implikationen" einzusetzen. Einen Einsatz ihrer Forschung, der gegen ethische Standards verstößt, lehnen sie strikt ab.

Neben dem riesigen Katalog an Spotify-Musik gibt es seit Kurzem auch Hörbücher bei Spotify. Der iPhone-Hersteller Apple plant anscheinend einen eigenen Podcastplattform, ganz ähnlich wie das Angebot von Spotify.

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