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Xiaomi-Handys ohne Google-Dienste? Die Gründe sind vielfältig

Dass diverse Xiaomi-Handys schon bald auf die Google-Dienste verzichten müssen, ist bitterer Ernst. Doch welche Modelle sind eigentlich betroffen?
Dass diverse Xiaomi-Handys schon bald auf die Google-Dienste verzichten müssen, ist bitterer Ernst. Doch welche Modelle sind eigentlich betroffen?
Foto: OnePlus, Google, Xiaomi
Xiaomi-Handys ohne Googles Dienste? Was auf den ersten Blick unmöglich scheint, stellt sich für viele Nutzer aktuell als realer Albtraum heraus. Die Google Mobile Services, also beispielsweise Maps oder Play Store, werden entfernt.

Besitzer eines Xiaomi-Handys sehen sich derzeit damit konfrontiert, dass der chinesische Hersteller seinen Geräten die nahezu essentiellen Google-Dienste entziehen möchte. Welchen Weg der Hersteller in Zukunft stattdessen gehen will und welche Modelle eigentlich betroffen sind, erfährst du im Folgenden.

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Xiaomi-Handys ohne Google-Dienste: Gründe für den Umstieg

Der chinesische Smartphone-Riese hat sich dazu entschieden, sich von den Google-Diensten mit dem Firmwareupdate auf MIUI 12.5 zu trennen. Damit würden beliebte Features, beispielsweise Google Maps oder auch der Google Play Store, von den Xiaomi-Handys verschwinden. Auch eine nachträgliche Installation der Apps soll nicht mehr möglich sein.

Warum es zu dieser durchaus diskutablen Entscheidung kam, ist erst einmal unklar. Der gut informierte YouTuber Frankie Tech liefert allerdings drei potentielle Gründe, die für das Aus der Google-Dienste auf den Xiaomi-Handys ausschlaggebend sein könnten. Er vermutet hinter dem Ausstieg möglicherweise einen politischen Druck, denn auf Nachfrage haben bereits Mitarbeiter des Konzerns bestätigt, dass die Entscheidung einen wirtschaftlichen oder gar gesetzlichen Grund als Ursache hat.

Möglich ist auch, dass der Hersteller dem Kauf von Importware zurückdrängen möchte. Bislang waren Kunden in der Lage, sich die chinesischen Modelle der beliebten Xiaomi-Handys günstig über Drittanbieter zu besorgen und anschließend die fehlenden Google-Dienste zu installieren. Außerdem wäre es denkbar, dass Xiaomi daran arbeitet, seine Geräte zeitgleich global zu veröffentlichen. Bisher gab es die Smartphones immer zuerst in China, weswegen sich Interessenten die günstigeren Importe bereits vorab aus dem Herstellungsland besorgten.

Diese Xiaomi-Handys sind betroffen

Glücklicherweise betrifft die Verbannung der Google-Dienste bislang nur die chinesischen Xiaomi-Handys. Hast du deines in Deutschland gekauft, brauchst du erst einmal nichts zu befürchten. Der Play Store selbst und alle zugehörigen Apps bleiben auf den Geräten, die global verkauft werden, erhalten.

Hast du dein Xiaomi-Handy hingegen aus dem Land der Mitte importiert, sieht es anders aus. Das Update MIUI 12.5 wird Ende April erwartet, dann verlieren Modelle wie das Redmi K30 Ultra oder das Redmi 10X 5G, aber auch das Mi 10 (Pro) und das Mi 11 den Zugriff auf die Google-Dienste. Davon, dass sich Xiaomi wie im Falle von Huawei komplett von dem Suchmaschinen-Giganten trennen möchte, ist nicht auszugehen. Aktuell sticht ein sehr günstiges Handy von Xiaomi sogar Samsung und Co. aus.

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