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Apples Sicherheit: Kinderschutz untersagt Suche nach "asiatischem"

Es scheint, als kämpfe Apples Sicherheit mit einem nicht unwesentlichen Problem.
Es scheint, als kämpfe Apples Sicherheit mit einem nicht unwesentlichen Problem.
Foto: istock.com/Apisorn
Wie bei vergleichbarer Software kann es auch bei Apples Sicherheit zu Überprotektionismus kommen. Beim Kinderschutz zeigt sich das.

Seit Jahren schon arbeiten Unternehmen wie Google, Apple und Samsung daran, ihre Maßnahmen zum Kinder- und Jugendschutz zu stärken. Dabei kann es jedoch passieren, dass auch Inhalte gesperrt werden, von denen eigentlich gar keine Gefährdung ausgehen. So soll Apples Sicherheit etwa vieles sperren, dass mit Asien zu tun hat.

Apple: Sicherheit durch übermäßigen Schutz?

Um bei Apple die Sicherheit für Kinder zu gewährleisten, haben Entwickler im Laufe der vergangenen Jahre Algorithmen geschrieben und gefüttert. Sie sollen bei der Nutzung von iPhones und iPads – unter Aktivierung entsprechender Funktionen – etwa pornografische oder gewaltverherrlichende Inhalte sperren. Allerdings kann es bei einer solchen Vorgehensweise auch zu Problemen kommen.

Einem Bericht von The Independent zufolge blockieren die in die Screen Time-Funktion von iOS 14 eingebauten Inhaltskontrollen, die den Zugriff auf entsprechende Websites einschränken sollen, auch die Suche nach dem Wort "Asian" in Safari und anderen Browsern. Doch sind von diesem "Schutzmechanismus" auch verwandte Wörter betroffen.

"Asiatisches Essen" ist tabu, ebenso wie Begriffe wie "asiatische Fusion", "asiatische Diaspora", "asiatische Gemeinden", "asiatische Länder" und "asiatische Politik", "asiatische Kulturen" und "asiatische Frisuren". Die Suche nach ähnlichen Begriffen mit den Wörtern "europäisch", "afrikanisch", "indisch" oder "arabisch" anstelle von "asiatisch" verlief hingegen problemlos.

Korrekturen in Aussicht

Unklar ist bislang, nach welchem Prinzip Apple Begriffe wie diese auswählt. Allerdings können wir davon ausgehen, dass dahinter kein rassistischer Gedanke, sondern vielmehr ein fehlerhafter Algorithmus steckt. Es ist davon auszugehen, dass Apples Sicherheit entsprechend korrigiert werden wird.

Eine beliebte Funktion für Apple iPads war bisher nur in den USA und China verfügbar. Das soll sich jetzt jedoch ändern, sehr zur Freude deutscher Nutzer. Die Schweizer Kopie der Apple Watch zieht derweil besondere Aufmerksamkeit auf sich. Sie verfügt über keine smarten Funktionen.

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