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Hackerangriff sollte das Trinkwasser einer Stadt vergiften

Ein Hackerangriff auf ein Wasserwerk in den USA konnte nur um Haaresbreite verhindert werden.
Ein Hackerangriff auf ein Wasserwerk in den USA konnte nur um Haaresbreite verhindert werden.
Foto: Futurezone.de via Canva.com
Das wäre fast schiefgegangen. Ein Hackerangriff, bei dem das Trinkwasser einer Kleinstadt vergiftet werden sollte, konnte in letzter Minute verhindert werden.

Wenn man von Cyberkriminalität spricht, kommen einem zuerst Dinge wie Identitätsdiebstahl oder Online-Banking-Betrug in den Sinn. In den USA kam es vor Kurzem jedoch zu einem besonders außergewöhnlichen Hackerangriff.

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Hackerangriff auf Wasserwerk

Bei dem Hackerangriff, der sich im US-Bundesstaat Florida ereignete, versuchte ein Krimineller, das Trinkwasser der Stadt Oldsmar zu vergiften. Am 5. Januar 2021 fiel einem IT-Mitarbeiter des örtlichen Wasserwerks auf, dass sich einer der Mauszeiger auf den Computern der Überwachungsanlage plötzlich wie von selbst bewegte. Dabei wurde das Menü für die Wasserbehandlung geöffnet und Änderungen an der Trinkwassersteuerung vorgenommen.

Es wurde beobachtet, dass die Konzentration der Chemikalien, die für die Wasseraufbereitung des Wassers verwendet werden, drastisch verändert wurde. Der Anteil von Natriumhydroxid, besser bekannt als Ätznatron, wurde auf das Hundertfache des eigentlichen Wertes angehoben. Es wird bei der Wasseraufbereitung dazu verwendet, um Metalle zu entfernen. Eine hohe Konzentration wäre für Menschen jedoch gefährlich.

Zum Glück keine Verletzten

Glücklicherweise wurde diese Veränderung von dem Mitarbeiter in Echtzeit verfolgt und sofort wieder rückgängig gemacht. Seinem schnellen Eingreifen ist es zu verdanken, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Wie der zuständige Sheriff in einem Interview mit Reuters verriet, wurde für den Hackerangriff ein ungesicherter Zugang über die Fernsteuerungssoftware TeamViewer genutzt, mit dem der Angreifer aus der Entfernung die Kontrolle über den Computer übernahm. Wer genau hinter dem Hackerangriff steckt, ist noch nicht bekannt, allerdings wird der Vorfall von der Polizei und dem FBI genauestens untersucht.

Ein anderer Hackerangriff eines nordkoreanischen Netzwerks wurde kürzlich von Google enttarnt. Auch WhatsApp und Telegramm wurden in der Vergangenheit bereits gehackt.

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