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Gefährliches Handy-Update: Es infiziert Geräte eines speziellen Herstellers [Update]

Ein Handy-Update macht derzeit Probleme bei einem Hersteller. Dieser gibt jetzt mehr Informationen.
Ein Handy-Update macht derzeit Probleme bei einem Hersteller. Dieser gibt jetzt mehr Informationen.
Foto: Getty Images/fizkes
Eine Malware richtete offenbar überraschend Schäden an einigen Gigaset-Handys an. Gigaset gab uns ein offizielles Statement zum Vorfall.

[Update] Besitzt du ein (älteres) Gigaset-Handy, könntest du es bemerkt haben: Immer mehr Nutzerinnen und Nutzer melden, dass sie Probleme mit ihrem Smartphone haben, die wohl durch eine Malware zustande kommen. Das Unternehmen stellte diese Probleme mit einer Schadsoftware bereits fest und arbeitet an einer Lösung. Das wurde uns in einer offiziellen Stellungnahme mitgeteilt. Diese beinhaltet auch eine Einschätzung davon, welche Geräte nicht betroffen sind.

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Gigaset-Handys mit Schadsoftware infiziert: Das sagt Gigaset

In einer Stellungnahme zu möglichen mit Malware infizierten Gigaset-Handys erklärt das Unternehmen am 6. April:

  • "Im Rahmen von routinemäßigen Kontrollanalysen ist uns aufgefallen, dass bei einigen älteren Smartphones Probleme mit Schadsoftware aufgetreten sind. Diese Erkenntnis wurde auch durch Anfragen von einzelnen Kunden bestätigt.
  • Wir nehmen das Thema sehr ernst und arbeiten intensiv an einer kurzfristigen Lösung für die betroffenen Nutzer. Dabei arbeiten wir eng mit IT-Forensikern und den zuständigen Behörden zusammen.
  • Wir werden die betroffenen Nutzer schnellstmöglich informieren und Informationen zur Lösung des Problems bereitstellen.
  • Wir gehen davon aus, dass wir binnen 48 Stunden weitere Erkenntnisse, bzw. eine Lösung des Sachverhalts anbieten können.
  • Wichtig ist an dieser Stelle auch zu erwähnen, dass nach aktuellem Kenntnisstand der Vorfall nur ältere Geräte betrifft. Wir gehen derzeit davon aus, dass die Geräte GS110, GS185, GS190, GS195, GS195LS, GS280, GS290, GX290, GX290 plus, GX290 PRO, GS3 und GS4 nicht betroffen sind."

Unser ursprüngliche Artikel:

Handy-Update von Gigaset-Smartphones: Das ist das Problem

Auf einigen Plattformen, wie Borns IT- und Windows-Blog oder im Google-Support-Forum beschreiben seit kurzer Zeit einige Besitzerinnen und Besitzer von Gigaset-Handys, dass ihr Smartphone ein merkwürdiges Verhalten zeigt. Offenbar entladen sich Akkus der Geräte schneller, WhatsApp-Konten werden plötzlich gesperrt und Facebook-Konten gar komplett übernommen. Im Verdacht steht ein Handy-Update.

Wie kann aber ein Handy-Update Schaden? ComputerBase berichtet, dass der Update-Server des Herstellers Gigaset im Verdacht steht, "den Schadcode unbemerkt einzuschleusen". Es spiele keine Rolle, ob Nutzerinnen und Nutzer eine SIM-Karte von E-Plus, O2, Vodafone oder der Deutschen Telekom haben. Sie seien "gleichermaßen betroffen".

Was mache ich, wenn ich betroffen bin?

Verschiedene Probleme zeigen Gigaset-Handys wie beispielsweise Gigaset GS185 oder Gigaset GS195. Ob du betroffen bist und was du tun kannst, verrät als Erster Günther Born von Borns IT- und Windows-Blog. Auf Twitter empfiehlt er, dein Smartphone lieber vorsorglich stillzulegen und nicht "herumzubasteln".

Das Lagezentrum des BSI ist über die Malware bei dem Handy-Update von Gigaset bereits informiert. Arne Schönbohm, der Präsident des BSI, erklärt über Twitter, dass sich um die nächsten Schritte gekümmert werde. Falls du also mit einem Gigaset-Handy betroffen bist, dürfte es hoffentlich demnächst Hilfe geben.

Es ist nicht das erste Mal, dass Handy-Updates für Probleme sorgen. Vor Kurzem wurde bekannt, dass nach einem Android-Update sämtliche Huawei-Handys Komplikationen mit dem Akku hatten. Auch ein Android-Systemupdate könnte unter Umständen unangenehmen Folgen haben.

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