Amazons Echo-Lautsprecher haben eine verspielte Seite. Wer den ungewöhnlich langen Alexa-Sprachbefehl anwendet, lernt diese zumindest schnell kennen. Dabei handelt es sich um den „Alexa-Super-Modus-Code“, der bei einigen Nutzer*innen für besonderen Spaß sorgen könnte.

Probier es aus: Leg per Alexa-Sprachbefehl den „Super-Modus“ frei

In Deutschland kamen der Smart Speaker Amazon Echo, und damit seine digitale Assistentin, erstmals 2016 auf den Markt. Seitdem hat sich die Zahl der verfügbaren Alexa-Sprachbefehle deutlich gesteigert. Darunter auch jene, die besondere Wirkung zeigen. Wie der „Alexa-Super-Modus-Code“.

Um den Super-Modus zu aktivieren, reicht die folgenden Wortabfolge als Alexa-Sprachbefehl aus:

  • Alexa, hoch, hoch, runter, runter, links, rechts, links, rechts, B, A, Start

Hast du den Alexa-Sprachbefehl ausgesprochen, freu dich auf eine lustige Reaktion der digitalen Assistentin. Ihre Antwort fällt zudem sehr umfangreich aus:

„Super-Alexa-Modus wird aktiviert! Hihi! Zehn Extra-Leben addiert. Speed Level 3 freigeschaltet. Alle Power-Ups-verfügbar. Fehlfunktion. Power-Ups haben keine Power. Abbruch…“

Einziges Manko: Der Alexa-Super-Modus-Code löst keine tatsächliche Aktion des Smart Speakers aus. Immerhin dürften aber ein paar Lacher drin sein.

Das verbirgt sich hinter Alexas „Super-Modus-Code“

Der Alexa-Sprachbefehl für den „Super-Modus“ ist ein spezieller Cheat-Code, der vor allem unter Videospiele-Fans bestens bekannt sein dürfte, denn eigentlich handelt es sich dabei um den „Konami-Befehl“. Dieser ist oft als Easter Egg zu finden und auch auf andere Dienste neben Alexa anwendbar.

Bei Konsolen- oder Computerspielen sorgt die Eingabe der Tastenkombination „hoch, hoch, runter, runter, links, rechts, links, rechts, B, A, Start“ dafür, einen versteckten Vorteil freizuschalten. Beispielsweise erhältst du schneller Geld als im normalen Spielverlauf. Im Fall des „Super-Modus“ wird der Cheat-Code einfach statt über Tasten per Alexa-Sprachbefehl durchgegeben.

Seinen Ursprung hat der „Konami-Befehl“ im ersten Titel der Spielereihe „Gradius“ (1985), als dieser durch den Entwickler Kazuhisa Hashimoto auf das NES (Nintendo Entertainment System) portiert wurde. Zum Testen des Spiels erfand er den Befehl, weil ihm die Abläufe zu langsam waren. Und eigentlich sollte der Cheat-Code deshalb auch gar nicht im Endprodukt enthalten sein. Letztendlich blieb er jedoch vorhanden, da eine kurzfristige Entfernung vor der Massenproduktion zu Fehlern hätte führen können.

Spiele und Dienste, die du auch per Konami-Code hacken kannst:

  • Flip (iPhone, iPod Touch): entsperrt verstecktes Level mit 98 weiteren Puzzles
  • Netflix: auf einigen Geräten kann die App durch eine Variante des Codes zurückgesetzt werden
  • Google Hangouts: Eingabe in einer Konversation ändert den Hintergrund
  • Palm webOS-Gerät: in der Form „upupdowndownleftrightleftrightbastart“ schaltet er den Entwicklermodus frei
  • Twitch Creators Dashboard: entsperrt Zusatzoptionen
  • Webseite des Spiels „Jurassic World Evolution“: Easteregg wird ausgelöst

Noch mehr Spaß: Auch diese Easter Eggs kennt Amazons Alexa

Hast du noch nicht genug von unterhaltsamen Alexa-Sprachbefehlen? Dann probiere die folgenden Codes aus. Auch sie gelten als sogenannte Easter Eggs, die lustige Reaktionen der Sprachassistentin provozieren:

  • Alexa, Test, 1, 2, 3.
  • Alexa, erzähle mir einen Witz.
  • Alexa, wie heißt das Zauberwort?
  • Alexa, was möchtest du werden wenn du groß bist?
  • Alexa bist du ein Vampir?
  • Alexa, magst du Eis?
  • Alexa, jodel mal!
  • Alexa, party time!
  • Alexa, mach den Abwasch!
  • Alexa, gib mir Tiernamen.
  • Alexa, kannst du das riechen?
  • Alexa, belle wie ein Hund?
  • Alexa, was hältst du von Siri?

Achtung: Nicht alle Echo-Standorte sind für Alexa gut

Willst du übrigens das volle Potenzial deines Smart Speakers nutzen, kommt es nicht nur auf die richtigen Einstellungen an. Für Amazons Echo sind nämlich drei Standorte suboptimal. Sie können sowohl die Leistung behindern, als auch Alexa anfälliger für Fremdzugriff machen.

Dennoch gibt es natürlich auch Funktionen und Features, die du gar nicht brauchst oder extra einschalten solltest. Von manchen Alexa-Einstellungen raten Expert*innen nämlich ab.

Was genau ist Amazons Alexa?

Hinter Alexa verbirgt sich der Cloud-basierte Sprachservice des Unternehmens. Inzwischen ist dieser auf Millionen Amazon-eigenen, aber auch auf Alexa-fähigen Geräten von Drittanbietern verfügbar. Er soll durch das Bedienen per Alexa-Sprachbefehl vor allem eine intuitive Steuerung ermöglichen.

Gleichzeitig ist es aber auch möglich, Alexa als Nutzerin oder Nutzer selbst individueller zu gestalten und weiterzuentwickeln. Dazu stehen verschiedene Tools, APIs und andere Hilfsmittel auf der Entwicklerseite von Amazon zur Verfügung. So kannst du Alexa in ein Gerät integrieren, das du darüber steuern möchtest, oder Alexa mit Geräten verbinden.

Wie funktioniert Alexa?

Dass du Amazons Alexa per Sprachbefehl zur Ausführung verschiedener Aufgaben bringen kannst, ist klar. Die eigentliche Frage ist aber auch, wie das Ganze funktioniert und was zwischen Spracheingabe und Endergebnis geschieht.

Wie Home & Smart berichtet, leitet Alexa Spracheingaben zunächst an die Amazon Cloud weiter. Dazu muss zuvor das Signalwort „Alexa“ (oder das von dir festgelegte Signalwort) gefallen sein.

In der Amazon Cloud werden die Informationen durch den Alexa Voice Service, eine selbstlernende Software, analysiert. Sie zieht Schlüsse daraus, was gemeint ist, und achtet dazu besonders auf Schlüsselbegriffe.

Anschließend übersetzt der Dienst diese in Computerbefehle, die an entsprechende Apps weitergeleitet werden (zum Beispiel bei der Anfrage von Wetter-Daten an eine Wetter-App).

Es kommt zu Rückübersetzung der entsprechenden Daten in menschliche Sprache, die von der Cloud an Amazons Echo geschickt und letztendlich von Alexa verkündet werden.

Was brauche ich für eine Alexa?

Tatsächlich ist Alexa nicht an den Amazon-eigenen Smart Speaker gebunden. Du kannst die digitale Assistentin je nach Kenntnissen auch in andere Geräte integrieren. Wählst du den Weg über Echo, sind die folgenden Dinge Voraussetzung, um den Dienst nutzen und steuern zu können:

  • Amazon Echo (vergleichbares, kompatibles Gerät) > Netzteil ans Stromnetz anschließen und den Smart Speaker mit dem heimischen WLAN verbinden
  • Alexa-App > nötig für die Installation
  • FireOS 3.0, Android 4.4 oder iOS 8.0 > nötig für die Funktion der Alexa-App

Was kann Alexa wirklich?

Neben lustigen Funktionen verfügt Amazons Alexa über eine umfangreiche Ausrüstung an Standardfunktionen. Diese sind vor allem für den Alltag gedacht und können gänzlich per Sprachbefehl abgefragt werden. Dazu zählen informierende Dienste, aber auch Werkzeuge zur Planung und zum Einkaufen.

Alexa kann zum Beispiel

  • Musik, Podcasts, Hörbücher & Co. abspielen (Amazon Music, Spotify, Radio, Kindle, Audible.
  • Verkehrs- und Wetterinformationen ausgeben.
  • Bestellungen bei Amazon aufgeben („Alexa Shopping“ per Sprachbefehl).
  • Erinnerungen und Termine erstellen.
  • Nachrichten abspielen.
  • Antworten auf Wissensfragen geben.

Zusätzlich lassen sich die Fähigkeiten des Sprachdienstes durch Alexa-Skills erweitern. Alexa lernt durch zunehmende Nutzung aber auch Gewohnheiten und Sprachgebrauch von Nutzer:innen und passt sich diesen an. Aktualisiert wird die Software automatisch über die bestehende Internetverbindung.

Kann Amazons Alexa mithören?

Ganz ohne Kritik bleibt die Sprachassistentin nicht. Denn während sie eine einfache Sprachsteuerung ermöglicht und darüber bequem Befehle ausführt, besteht bei vielen auch die Angst, dass Alexa heimlich mithören könnte. Und unberechtigt ist sie nicht, denn Amazon ist in dieser Hinsicht nicht frei von Skandalen.

Ganz generell aktivierst du entsprechende Geräte immer dann, wenn du das Signalwort „Alexa“ sagst. Um darauf reagieren zu können, hören Echo und Co. allerdings schon vorher zu und warten auf ihr Stichwort, wie Home & Smart berichtet. Dies geschieht dezentral auf dem Lautsprecher. Das heißt, erst wenn „Alexa“ erfasst wurde, kommt es zur Verarbeitung der Daten in der Amazon Cloud und auch erst dann werden diese an Amazons Server gesendet.

Tipp: Willst du kürzlich Gesagtes oder deine Historie an Alexa-Sprachbefehlen dennoch gelegentlich löschen lassen, nutze die folgenden Anweisungen:

  • „Alexa, lösche, was ich gerade gesagt habe.“
  • „Alexa, lösche alles, was ich jemals gesagt habe.“

So lustig und praktisch sie sind, manchmal kann die Nutzung des Sprachdienstes auch schief gehen. In einem Fall zumindest führte ein Alexa-Sprachbefehl zu einer gefährlichen Aufforderung. Für ein kleines Mädchen hätte das in einem fatalen Stromschlag enden können.

Quellen: homeandsmart.de, eigene Recherche

Seit dem 24. Februar 2022 herrscht Krieg in der Ukraine: Hier kannst du den Betroffenen helfen.

Du willst mehr von uns lesen? Folge uns auf Google News.