Mit Sicherheit hast auch du schon einmal etwas von dem ominösen dunklen Ort des Internets gehört, der weitestgehend als Darknet bekannt ist. Doch wie kommt man ins Darknet? Und worin liegt der Unterschied zum Deep Web? Sind die Tiefen des Internets wirklich so ein düsterer und von Kriminalität durchseuchter Fleck Datenmasse, wie wir uns ihn vorstellen? Wir liefern dir die Antworten hierzu.

Wie kommt man ins Darknet? Das solltest du wissen

Die Frage „Wie kommt man ins Darknet?“ lässt sich gar nicht einmal so schwierig beantworten. Doch bevor du dich auf das geheimnisumwobene Abenteuer begibst, kann es nicht schaden, überhaupt zu wissen, worum es sich dabei handelt.

Grob gesagt ist das Darknet ein verschlüsselter Teil des Internets, welches du nicht über einfache Suchmaschinenanfragen erreichst. Allgemein spricht man dabei vom sogenannten Deep Web, also dem Teil, der sich weiter verborgen unter der offensichtlichen Oberfläche des Internets verbirgt. Möchtest du weiter in diesen eindringen, benötigst du meist bestimmte zusätzliche Software und Tools.

Während es sich beim Deep Web noch um den lediglich nicht indexierten Bereich des Internets handelt, der nicht mit Google oder anderen Suchmaschinen zu finden ist, ist das Dark Net, wie bereits erwähnt, nämlich verschlüsselt.

Wie gefährlich ist das Darknet wirklich?

Bevor wir dir verraten, wie man in das Darknet kommt, solltest du dir über eine Sache im Klaren sein: Die Geschichten, die du möglicherweise vielleicht darüber gehört hast, stimmen nur teilweise. Es ist richtig, dass die Anonymität und die schwierigere Erreichbarkeit, die das Darknet offeriert, es Kriminellen leichter macht sich zu organisieren.

Dennoch bedeutet es nicht gleich, dass du mit Waffenangeboten, Gewalt und Drogen übersäht wirst, wenn du nur einen spärlichen Blick hinter die Kulissen des freien Internets wirfst. Ganz im Gegenteil: Das Darknet und seine Foren werden auch von wesentlich harmloseren User*innen genutzt. Beispielsweise bietet es Möglichkeiten, für Journalisten, politisch Verfolgte Menschen in Systemen, die einen einfachen Internetzugriff einschränken sowie für Nutzer*innen, denen die Anonymität auch im Online-Raum besonders wichtig ist.

Doch der Ruf des Darknets kommt nicht von ungefähr. Schon vor fast zehn Jahren wurde es durch die Aufdeckung und Verfolgung des illegal organisierten Schwarzmarkts Silk Road bekannt. Hier wurden vor allem Drogen und andere verbotene Güter auf tagtäglicher Basis über die virtuelle Ladentheke geschoben. Auch Nutzerdaten wie Passwörter und E-Mail-Adressen werden im Darknet regelmäßig gehandelt.

Wie kommt man ins Darknet? Eine Anleitung

Überwiegt die Neugierde und es interessiert dich trotzdem, wie man ins Darknet kommt? Dann haben wir nachfolgend eine allgemeine Erklärung für dich parat, wie du bei der Erkundung des „verborgenen“ Teils des Internets weiter vorgehen musst.

Die herkömmlichste Art, einen Weg in das Darknet zu finden, ist der sogenannte Tor-Browser. Keine Sorge, du wirst nicht gleich zum kriminellen Super-Hacker, nur, weil du einen solchen verwendest. Er funktioniert wie ein handelsüblicher Internet-Browser und genauso gut kannst du ihn auch über das frei zugängliche Internet herunterladen. Strafbar machst du dich damit selbstverständlich nicht.

Der Browser klinkt sich bei einer Verbindung in das riesige, anonymisierte Tor-Netzwerk ein. Die Entwickler legen dabei hohen Wert auf die Sicherheit deiner persönlichen Daten, doch idealerweise verwendest du bei der Nutzung noch zusätzlich einen VPN-Dienst. Es kann vorkommen, dass das Surfen etwas langsamer vonstattengeht als du es gewohnt bist. Eine gute Anlaufstelle bietet die Darknet-Suchmaschine Torch oder das OnionDir, ein Linkverzeichnis, welches eigens für diesen Zweck erstellt wurde.

Tipps für den verantwortungsvollen Umgang

Bevor du dich nun auf die spannende Erkundungstour begibst, gibt es noch ein paar wenige „Sicherheitshinweise“, mit denen wir dir das Leben erleichtern wollen. So bist du ideal geschützt und läufst keiner Gefahr blindlinks vor die Füße.

  • Traue niemandem sofort, den du im Darknet kennenlernst.
  • Öffne keine sozialen Netzwerke wie Facebook oder Ähnliche im Tor-Browser.
  • Hinterlege niemals deine persönlichen Daten, auch nicht deine Mail-Adresse.
  • Lade keine Fotos oder Videos hoch.
  • Halte einen Virenscanner im Einsatz und auf dem aktuellen Stand.
  • Kaufe nichts ein. Selbst, wenn dir die Waren auf den ersten Weg gar nicht illegal vorkommen.
  • Nutze einen VPN-Dienst, um deine IP-Adresse stets zu verschlüsseln.

Fazit: Der dunkle Teil des Internets ist spannend, aber nicht ungefährlich

Wenn du dir die Frage „Wie kommt man ins Darknet?“ schon länger gestellt hast, ist es nun höchste Zeit das gerade eben Gelernte in die Tat umzusetzen. Lade dir den Tor-Browser herunter, entscheide dich für eine der gängigen Darknet- beziehungsweise Deep Web-Suchmaschinen und schon kann es losgehen. Doch sei gewarnt: Befolgst du unsere Tipps für einen sicheren Umgang nicht, kann es passieren, dass du schnell auf falsche Wege geführt wirst. Sei deshalb stets besonders vorsichtig, wenn du im nicht so einfach zugänglichen Teil des Internets unterwegs bist. Mit einer passenden Android-App kannst du sogar mit deinem Handy über den Tor-Browser surfen.

Quellen: eigene Recherche, Chip, Netzwelt

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