Der dänische Schauspieler Dar Salim (44) geht im neuen Bremen-„Tatort: Und immer gewinnt die Nacht“ zum zweiten Mal als Kommissar Mads Andersen auf Verbrecherjagd. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt der „Game of Thrones“-Star über sein Engagement im hohen Norden und gibt sogar Ausblicke auf die Zukunft seiner Person in der Krimireihe. Wird es nur ein kurzes Vergnügen?

Sie haben bereits 2014 in einem „Tatort“ mitgespielt, ohne deutsch zu sprechen. Damals haben Sie den deutschen Text wie ein Gedicht auswendig gelernt. Was machen Ihre Deutschkenntnisse mittlerweile?

Dar Salim: Ich habe auch in 2014 schon Deutsch gesprochen, einige Zeitungen haben das damals wohl ein bisschen übertrieben. Jetzt ist mein Deutsch allerdings deutlich besser und auf einem anderen Niveau, weil ich mit Coaches daran gearbeitet habe. Und ich fühle mich in der Sprache viel sicherer.

Wussten Sie um die Dimension des „Tatort“-Kults in Deutschland bevor Sie die Rolle des Kommissars in Bremen angenommen haben?

Salim: Ich wusste, dass der „Tatort“ in Deutschland eine große Rolle spielt und ich fühle mich geehrt, neben so vielen großartigen Kollegen dabei zu sein – gerade auch als nicht deutscher Schauspieler. Aber um ehrlich zu sein, spüre ich die Auswirkung bislang nicht wirklich, da ich in Dänemark lebe und nur zum Drehen in Deutschland bin.

Wie kam der Kontakt zustande? Wurde explizit ein dänischer Schauspieler gesucht oder ist die Rolle auf Sie entsprechend angepasst worden?

Salim: Unsere ehemalige Redakteurin Annette Strelow, die den „Tatort: Brüder“ 2014 betreute, hatte sich bei mir gemeldet und zum Casting eingeladen. Ich zögerte erst, aber sie hat mich dann überzeugt und ich habe den Part bekommen, der dann für mich als Däne geschrieben wurde.

Sie haben auch internationale Dreherfahrungen: Was unterscheidet deutsche Produktionen von ausländischen?

Salim: Wie überall gibt es großartige Produktionen und weniger starke, es kommt immer auf das gesamte Teamgefüge an. In Bremen sehe ich die Chance, dass es noch viel Raum für Entwicklung gibt, um das volle Potential von Jasna, Luise und mir zu entfalten. Das wird sich in der Zukunft zeigen.

Wo sehen Sie Ihre Zukunft: Im deutschen TV/Film, international oder doch in Ihrer Heimat Dänemark?

Salim: Dänemark ist ganz sicher meine Basis. Ich habe das große Glück, mehrere Optionen zu haben, national und international. Die Entscheidung, was ich drehe, fällt mit der Liebe zum Projekt und dem Team, mit dem man arbeiten möchte. Was den „Tatort“ angeht, braucht es eine stärkere Langplanung seitens der Produktion was die Entwicklung der Geschichten und meiner Figur betrifft, um weiterhin dabei zu sein. Auf jeden Fall kann ich sagen, ich bin stolz darauf, dass ich ein Bremer „Tatort“-Kommissar bin, egal wie lang oder kurz die Reise sein wird.

(dr/spot)

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