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Science-Fiction-Klassiker „Metropolis“ wird zur Serie

Vor fast 100 Jahren erschuf Fritz Lang mit „Metropolis“ einen Meilenstein der Filmgeschichte. Nun soll die Zukunftsdystopie als moderne Serie erzählt werden.

"Metropolis" aus dem Jahr 1927 gilt als bahnbrechendes Werk der Filmgeschichte.. © imago/Eventpress
"Metropolis" aus dem Jahr 1927 gilt als bahnbrechendes Werk der Filmgeschichte.. © imago/Eventpress

Der expressionistische Science-Fiction-Film „Metropolis“ von Fritz Lang (1890-1976) gilt als Meilenstein der Filmgeschichte. Nun hat eine Serien-Adaption des deutschen Films von 1927 grünes Licht beim Streamingservice Apple TV+ erhalten, wie die US-Branchenseite „Deadline“ berichtet. Anvertraut wurde das ambitionierte Projekt demnach Sam Esmail (44), der unter anderem schon als Showrunner der Serie „Mr. Robot“ Erfolge feiern konnte.

Dem Bericht zufolge findet damit eine beschwerliche Produktionsgeschichte doch noch ein Happy End. Denn erstmals sei bereits 2016 davon berichtet worden, dass Esmail „Metropolis“ als Serie umsetzen soll. Doch erst jetzt, rund sechs Jahre später, habe Apple TV+ die Serie final bestellt. Diese liegt demnach nun komplett in der Hand von Esmail, der die gesamte Serie schreiben und bei allen Folgen Regie führen wird. Über den geplanten Umfang des Projekts ist derweil noch nichts bekannt.

Vom Debakel zum Kultfilm

Wie die Filmvorlage, die wiederum auf dem gleichnamigen Roman von 1925 basiert, spielt die Serie in einer weit entfernten und dystopischen Zukunft. In einer erbarmungslosen Zweiklassengesellschaft in der Megastadt Metropolis lebt die eine Hälfte der Bevölkerung in verschwenderischem Luxus. Die andere Hälfte fristet weit unterhalb des Erdbodens ihr Dasein im Dreck und arbeitet unentwegt an gigantischen Maschinen, um den Wohlstand der Oberschicht zu sichern.

„Metropolis“ war seinerzeit einer der teuersten Filme und gilt zudem als eines der frühsten Science-Fiction-Werke. Die ungemeine Bedeutung des Films für das Kino erschloss sich jedoch erst Jahre nach dem Kinostart – Langs Werk wurde damals von den Kritikern zerrissen und ein finanzielles Debakel. Im Jahr 2001 wurde „Metropolis“ hingegen in das Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen – als erster Film überhaupt.

(stk/spot)

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