Mit

Anthem

(im Test) kam aus dem Hause Electronic Arts ein Lichtblick für Science-Fiction-Shooter auf die Gamerszene zu – so dachte man zumindest. Publisher EA und

BioWare

(im Test) kam aus dem Hause Electronic Arts ein Lichtblick für Science-Fiction-Shooter auf die Gamerszene zu – so dachte man zumindest. Publisher EA und

BioWare

mussten eigentlich nur einen Trailer zeigen, damit klar wurde, dass hier ein neues, besseres „Destiny“ entstehen soll.

Anthem-Test nach frustrierendem Start

Und was folgt üblicherweise nach dem Hype? Der Spiele-Launch. Und danach? Die Ernüchterung.

mussten eigentlich nur einen Trailer zeigen, damit klar wurde, dass hier ein neues, besseres „Destiny“ entstehen soll.

Anthem-Test nach frustrierendem Start

Und was folgt üblicherweise nach dem Hype? Der Spiele-Launch. Und danach? Die Ernüchterung.

Anthem

hatte einen, gelinde gesagt, holprigen Start. Das ist auch der Grund, aus dem der Spieletest jetzt erst erscheint, obwohl das Game offiziell am 22. Februar herausgekommen ist. Die Server waren überlastet. Selbst wenn sie das nicht waren, ist man regelmäßig aus dem Spiel geflogen.

Besonders schlimm hat es PS4-User erwischt: Diese berichteten, dass ihre Konsole beim Spielen von Anthem von alleine herunterfährt. Ich habe das Game ebenfalls auf der

hatte einen, gelinde gesagt, holprigen Start. Das ist auch der Grund, aus dem der Spieletest jetzt erst erscheint, obwohl das Game offiziell am 22. Februar herausgekommen ist. Die Server waren überlastet. Selbst wenn sie das nicht waren, ist man regelmäßig aus dem Spiel geflogen.

Besonders schlimm hat es PS4-User erwischt: Diese berichteten, dass ihre Konsole beim Spielen von Anthem von alleine herunterfährt. Ich habe das Game ebenfalls auf der

PS4

getestet. Zwar ist meine Konsole an geblieben, an einigen Tagen startete das Spiel aber im Halb-Stunden-Takt neu.

Mittlerweile sind Patches erschienen und die Lage hat sich einigermaßen stabilisiert. Zumindest bei mir gab es keine Abstürze mehr. Auch der Lag im Spiel wurde reduziert. Davor wurde man von Feinden teilweise noch getroffen, obwohl man vor über einer Sekunde die Gefahrenzone verlassen hatte. Bei flotten Shootern ist das äußerst frustrierend.

getestet. Zwar ist meine Konsole an geblieben, an einigen Tagen startete das Spiel aber im Halb-Stunden-Takt neu.

Mittlerweile sind Patches erschienen und die Lage hat sich einigermaßen stabilisiert. Zumindest bei mir gab es keine Abstürze mehr. Auch der Lag im Spiel wurde reduziert. Davor wurde man von Feinden teilweise noch getroffen, obwohl man vor über einer Sekunde die Gefahrenzone verlassen hatte. Bei flotten Shootern ist das äußerst frustrierend.

Hub und Missionen: Gefangen in der Langeweile

Aber nicht jede Frustration lässt sich wegpatchen. Das beginnt bei der banalen Story. Man ist in einer Stadt, draußen ist irgendwo ein Bösewicht, der droht alles zu zerstören. Ihr müsst ihn aufhalten. Im ganzen Spiel gab es genau einen Handlungsstrang mit einer Serie von drei Missionen, die interessant waren. Für alle anderen hat sich das Lesen der Texte und Anschauen der Zwischensequenzen nicht gelohnt.

Die besagte Stadt ist der Hub des Spielers. Hier ist man vor und nach den Missionen und sie ist unglaublich langweilig. Man läuft im gefühlten Schneckentempo herum. Im Gegensatz zu Destiny sieht man nicht einmal andere Spieler in der Stadt. Dafür gibt es einen separaten Bereich. Dass man bei einem reinen Online-Spiel die anderen Gamer quasi wegsperrt, ergibt keinen Sinn.

Dann gibt es noch Dialoge, die nach den Missionen bei Personen in der Stadt verfügbar sind. Diese sollen die magere Story aufpäppeln. Damit der Spieler die Dialoge macht, gibt es Fraktionspunkte als Belohnung. Bei ausreichend Punkten bekommt man Baupläne für besseres Equipment. Das Anhören der Dialoge und das Schleichen durch die Stadt um den Gesprächspartner aufzusuchen sind so mühsam, dass es nervt.

Man läuft hin, überspringt so viel wie möglich vom Gequatsche und trifft die Alibi-Multiple-Choice-Antwort die keinerlei Auswirkung hat, um es hinter sich zu bringen. Gerade

BioWare

, bekannt für Rollenspiele wie Mass Effect und Dragon Age, sollte eigentlich wissen, wie man Dialoge in Spielen spannend gestaltet.

Fliegen wie Iron Man? Schön wär’s

Außerhalb der Stadt erwartet die Spieler eine zusammenhängende Welt, die ohne Zwischenladezeiten erforscht werden kann. Wasserfälle, Schluchten, hohen Felsen: Es ist wie gemacht, um mit den Javelins herumzufliegen. So heißen die

, bekannt für Rollenspiele wie Mass Effect und Dragon Age, sollte eigentlich wissen, wie man Dialoge in Spielen spannend gestaltet.

Fliegen wie Iron Man? Schön wär’s

Außerhalb der Stadt erwartet die Spieler eine zusammenhängende Welt, die ohne Zwischenladezeiten erforscht werden kann. Wasserfälle, Schluchten, hohen Felsen: Es ist wie gemacht, um mit den Javelins herumzufliegen. So heißen die

Kampfanzüge

, die die Freelancer (das Gegenstück zu den Hütern von Destiny), tragen. Wer auf rasante Luftkämpfe im Stil von

Iron Man

, die die Freelancer (das Gegenstück zu den Hütern von Destiny), tragen. Wer auf rasante Luftkämpfe im Stil von

Iron Man

gehofft hat, wird jedoch enttäuscht.

Der Flug-Modus der Javelins ist nicht zum Kämpfen, sondern lediglich um schneller zum Ziel zu kommen. Und selbst das wurde beschnitten. Die Javelins laufen heiß. Wenn man nicht durchs Wasser schwimmt oder fliegt, muss man kurz landen, um sie abkühlen zu lassen. Das ist lästig und sorgt für bizarre Momente. Zusammen mit drei anderen Freelancern startet man die Mission.

gehofft hat, wird jedoch enttäuscht.

Der Flug-Modus der Javelins ist nicht zum Kämpfen, sondern lediglich um schneller zum Ziel zu kommen. Und selbst das wurde beschnitten. Die Javelins laufen heiß. Wenn man nicht durchs Wasser schwimmt oder fliegt, muss man kurz landen, um sie abkühlen zu lassen. Das ist lästig und sorgt für bizarre Momente. Zusammen mit drei anderen Freelancern startet man die Mission.

Alle rasen in den Javalins sofort Richtung Zielpunkt, als würde jede verlorene Sekunde das Ende der Welt bedeuten. Eine halbe Minute später landen sie kollektiv, stehen ein paar Sekunden herum und rasen dann wieder plötzlich los. Stellt euch das mal bei den Avengers vor:

Iron Man

bleibt auf dem Weg um die Welt zu retten alle 30 Sekunden stehen, um nachzutanken: „Sorry Rogers, es geht gleich weiter. Keine Angst, die Atomrakete erwischen wir schon noch.“

Der Kampf gegen Anthems Titanen

Im vollen Flug kämpfen, geht gar nicht. Man kann nur schweben, um zu schießen und Fähigkeiten einsetzen zu können. Drei der vier wählbaren Klassen schaffen das nur ein paar Sekunden, bevor sie wieder landen müssen, weshalb sich das niemand antut. Lediglich die Klasse „Storm“, quasi der Magier der vier Javelins, kann deutlich länger schweben. Deshalb ist er auch mein bevorzugter Javelin.

bleibt auf dem Weg um die Welt zu retten alle 30 Sekunden stehen, um nachzutanken: „Sorry Rogers, es geht gleich weiter. Keine Angst, die Atomrakete erwischen wir schon noch.“

Der Kampf gegen Anthems Titanen

Im vollen Flug kämpfen, geht gar nicht. Man kann nur schweben, um zu schießen und Fähigkeiten einsetzen zu können. Drei der vier wählbaren Klassen schaffen das nur ein paar Sekunden, bevor sie wieder landen müssen, weshalb sich das niemand antut. Lediglich die Klasse „Storm“, quasi der Magier der vier Javelins, kann deutlich länger schweben. Deshalb ist er auch mein bevorzugter Javelin.

Umso nerviger ist es, wenn in Levels der Flug-Modus deaktiviert ist, oder man gegen Titanen kämpft. Das sind besonders starke Gegner, deren Feuerbälle sofort den Anzug überhitzen und einen zum Landen zwingen. Gegen diese Feinde, die am meisten Zeit von allen zum Besiegen benötigen, ist also das einzige Alleinstellungsmerkmal von

Anthem

quasi deaktiviert. Keine gute Entscheidung von

BioWare

quasi deaktiviert. Keine gute Entscheidung von

BioWare

.

Anthem enttäuscht sogar im Endgame

Die schlechten Entscheidungen setzen sich fort. Egal gegen welche Feinde man kämpft: Die tauchen irgendwo aus dem Nichts oder per Teleporter auf, bis das Game entscheidet, dass man genug davon getötet hat und die Mission weitergeht. Das ist einfach nur faul. Destiny hat sich zumindest die Mühe gemacht, sie aus Landungsschiffen oder Höhlen auftauchen zu lassen.

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Anthem enttäuscht sogar im Endgame

Die schlechten Entscheidungen setzen sich fort. Egal gegen welche Feinde man kämpft: Die tauchen irgendwo aus dem Nichts oder per Teleporter auf, bis das Game entscheidet, dass man genug davon getötet hat und die Mission weitergeht. Das ist einfach nur faul. Destiny hat sich zumindest die Mühe gemacht, sie aus Landungsschiffen oder Höhlen auftauchen zu lassen.

Die Aufgaben sind immer die gleichen: Töte oder finde. Natürlich ist es ein Shooter, was das Gameplay stark auf das Töten beschränkt. Gerade dann muss man als Entwickler umso mehr dafür sorgen, dass dieses Grundelement ansprechend verpackt wird. Aber so hatte ich bei

Anthem

das Gefühl, immer das Gleiche zu machen an immer den gleichen Orten – und das bereits nach wenigen Stunden Spielzeit. Auch das kann

BioWare

das Gefühl, immer das Gleiche zu machen an immer den gleichen Orten – und das bereits nach wenigen Stunden Spielzeit. Auch das kann

BioWare

besser, wie das Studio in Mass Effect und Dragon Age bewiesen hat.

Ein echter Fail ist das Endgame, also wenn die Story beendet und das höchste Erfahrungslevel erreicht wurde. Raids (besonders schwere und lange Missionen) und ein Versus-Modus fehlen. Es wird einfach nur ein höherer Schwierigkeitsgrad für bekannte Missionen und Strongholds (das Gegenstück zu Destinys Strikes) freigeschaltet. Die besonders seltenen Waffen und Ausrüstungsgegenstände, die als Belohnung winken, sind ein schlechter Scherz.

besser, wie das Studio in Mass Effect und Dragon Age bewiesen hat.

Ein echter Fail ist das Endgame, also wenn die Story beendet und das höchste Erfahrungslevel erreicht wurde. Raids (besonders schwere und lange Missionen) und ein Versus-Modus fehlen. Es wird einfach nur ein höherer Schwierigkeitsgrad für bekannte Missionen und Strongholds (das Gegenstück zu Destinys Strikes) freigeschaltet. Die besonders seltenen Waffen und Ausrüstungsgegenstände, die als Belohnung winken, sind ein schlechter Scherz.

Sie sehen genauso aus und verhalten sich genauso wie die normalen Waffen, nur, dass sie eine Bonus-Eigenschaft haben, wie „mehr Schaden, wenn man schwebt.“ Es gibt ohnehin nur drei Waffen für jede der neun Kategorien (Schrotflinte, Pistole, et cetera), da hätten zumindest die seltenen „Masterwork“-Waffen einzigartig sein können.

Lichtblicke schützen vor Totalausfall

Es ist nicht alles schlecht. So werden die verschiedenen Javelins mit dem Aufstieg im Erfahrungslevel freigeschaltet. Man muss also im Gegensatz zu anderen Actionspielen mit RPG-Elementen keinen neuen Charakter anfangen, wenn man eine andere Klasse spielen möchte. Ausrüstungsgegenstände und gefundene Waffen können mit den später freigeschalteten Javelins ebenfalls genutzt werden. Positiv ist auch, dass sich die vier Klassen teils deutlich im Spielstil unterscheiden. Bei anderen Shootern mit Rollenspiel-Anwandlungen sind oft nur ein paar Fähigkeiten anders, der Rest aber gleich.

Gut ist auch das Kombo-System. Einige Spezialfähigkeiten der Javelins fügen dem Gegner Element- und Statusschaden hinzu. Kombiniert man die richtigen Elemente und Fähigkeiten, erhält der Javelin, der den Kombo ausgelöst hat, einen Bonus-Effekt. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden und mit einem koordinierten Team, fügt das eine willkommene Tiefe zum Koop-Gameplay hinzu.

Und noch etwas macht

Anthem

besser als Destiny. Der Javelin kann beliebig mit Farben angepasst werden. Bei Destiny muss man die Farben erst finden und dann ist die Stückzahl auch noch begrenzt. Dafür gibt es bei

Anthem

besser als Destiny. Der Javelin kann beliebig mit Farben angepasst werden. Bei Destiny muss man die Farben erst finden und dann ist die Stückzahl auch noch begrenzt. Dafür gibt es bei

Anthem

aber nur eine kleine Auswahl an optischen Veränderungen für die Javelins, also etwa einen anders geformten Helm.

aber nur eine kleine Auswahl an optischen Veränderungen für die Javelins, also etwa einen anders geformten Helm.

Koop mit Hindernissen

Ein Plus für Gamer, die gerne kooperativ spielen: Für jede Story- und Nebenmission gibt es ein Matchmaking. Wenn man nicht will, muss man also nie alleine spielen, sondern ist immer mit einer Gruppe unterwegs. Die Negativ-Ausnahme ist der Free-Play-Modus, bei dem die Karte frei erkundet werden kann. Hier trifft man nur sehr selten auf andere Spieler.

Gerade bei sogenannten „World Events“, bei denen mitunter der stärkste Gegner im Spiel auftauchen kann, ist das lästig. Hier habe ich fast immer alleine am Schlachtfeld gestanden. Stirbt man, was bei einer Aktivität die eigentlich für vier Spieler gedacht ist durchaus passieren kann, startet man manchmal so weit weg, dass der World Event vorbei ist, bis man wieder dort ist. Die zuvor geleistete Arbeit war dann umsonst.

Fazit zum Anthem-Test

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Dass

Anthem

aber Fehler wiederholt, die von Destiny-Spielern seit fünf Jahren kritisiert werden, ist unverständlich. Das Game hat durchaus Potential, spielt es aber derzeit nicht aus. Am besten wartet man ein paar Monate, bis Erweiterungen für das Spiel per Patches und Updates nachgeliefert wurden. Im Idealfall gibt es dann das Game auch günstiger zu kaufen.

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