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So schön und traurig war die erste Fassung von "Suicide Squad"

"Suicide Squad" war ursprünglich ein schöner, trauriger Film. Das bestätigt jetzt auch Regisseur David Ayer.
"Suicide Squad" war ursprünglich ein schöner, trauriger Film. Das bestätigt jetzt auch Regisseur David Ayer.
Foto: imago images / Everett Collection
"Suicide Squad" (2016) gilt als einer der schlechtesten Superheldenfilme des DC Extended Universe. Doch nach der Bestätigung der Snyder Cuts gewährt Regisseur David Ayer Einblicke in seine Version.

Wie zu erwarten hat die Bestätigung, dass der Snyder Cut des Superhelden-Crossover-Films "Justice League" (2017), also die ursprünglich von Regisseur Zack Snyder intendierte Fassung des Films, doch noch erscheinen wird (auf dem US-Streaming-Dienst HBO Max), Wellen geschlagen. Seitdem werden immer mehr Rufe der Fans laut, andere missratene Filme in ihrer vom Regisseur intendierten Fassung noch einmal zu veröffentlichen. Darunter auch die ursprüngliche Fassung, der Ayer Cut von "Suicide Squad" (2016).

"Suicide Squad": Das sagt Regisseur David Ayer über seine Version

David Ayer ist nicht nur der erfolgreiche Regisseur von Polizisten- und Militärfilmen ("End of Watch", "Fury"). Er ist auch sehr aktiv auf Social Media, wo er vor allem über seine missratenen Filme "Bright" (2018) und "Suicide Squad" (2016), beide mit Will Smith in der Hauptrolle, spricht. Gerade letzterem Superhelden-Film aus dem DC Extended Universe konnte man stark ansehen, dass die Kinofassung sehr schizophren zwischen flapsigem Actionkomödie und düsterem Charakterdrama pendelte.

Der Grund dafür war laut David Ayer darin, dass die mäßige Resonanz der Kritiker und Zuschauer auf den ultradüsteren Zack Snyder-Film "Batman v Superman: Dawn of Justice League" (2016) das Studio Warner Bros. dazu verleitete, "Suicide Squad" als witzigeres Superhelden-Abenteuer umzuschneiden. Ayer aber hatte was ganz anderem im Sinn und ähnelte mehr dem Comic-Con Trailer zum Film von 2015, das mit einer unheimlichen Version des BeeGees-Songs "I Started a Joke" untermalt war.

So stark unterschied sich Ayers Fassung von der Kino-Version

David Ayer führt aus: "Dieser Trailer traf die Stimmung und Absicht des Films, den ich gemacht habe. Methodisch, facettenreich, komplex, schön und traurig. Nachdem die Studiobosse von den Kritiken [zu Batman v Superman] damals geschockt waren, und nach dem Erfolg von Deadpool wurde mein emotionales Drama zu einer 'Komödie' geprügelt. […] Meine Inspiration war [Christopher] Nolan."

Im Unterschied zum Snyder Cut, der mit über 30 Millionen Dollar Extrakosten neu zusammengesetzt werden muss, bedarf der Ayer Cut wohl nur wenig Arbeit, um veröffentlicht zu werden. Ob sich David Ayer mit diesem Anliegen durchsetzen kann, ist aktuell ungewiss. Aber sollte der Snyder Cut ein Erfolg werden, dann steht dem Ayer Cut vom "Suicide Squad" nichts im Weg.

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Darum ist "Justice League" nicht der Superhelden-Film, den Zack Snyder drehen wollte. Bei "Bright 2" soll David Ayer nicht mehr mitwirken. So sieht es aktuell aus mit der Fortsetzung "The Suicide Squad".

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