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Der originellste Batman-Regisseur der Filmgeschichte ist tot

"Batman Forever"-Regisseur Joel Schumacher ist tot. Doch er war viel mehr als nur ein Batman-Regisseur.
"Batman Forever"-Regisseur Joel Schumacher ist tot. Doch er war viel mehr als nur ein Batman-Regisseur.
Foto: imago images / Prod.DB
Joel Schumacher ist tot. Der Regisseur der kultigen Superheldenfilme "Batman Forever" und "Batman & Robin" ist im Alter von 80 Jahren verstorben. Schumacher war aber mehr als nur Batman-Macher.

Er war ein Kostümbildner, der zum Regisseur wurde. Joel Schumacher ist am Montagmorgen des 22. Juni 2020 in New York City gestorben. Der Tod kam am Ende eines jahrelangen Kampfes gegen den Krebs im hohen Alter von 80 Jahren. Der offen homosexuelle Filmemacher begann in der Mode und fand seinen Weg zum Kino als Designer von Kostümen für Woody Allen-Filme. Später machte er die große Karriere als originellster Batman-Regisseur. Doch er war viel mehr als nur ein Batman-Macher.

Joel Schumacher, der bunteste Batman-Regisseur

Joel Schumacher war eine kontroverse Wahl für die Regie der Batman-Filme, als er 1995 den Platz von Tim Burton übernahm, der zuvor mit "Batman" (1989) und "Batmans Rückkehr" (1992) zwei der größten Hits des Superheldenfilms gedreht hatte. Schumachers erster Film "Batman Forever" (1995) galt als solide, aber sehr kommerziell. Sein zweiter Film "Batman & Robin" (1997) war aber ein so großer Flop, dass sich der Regisseur gezwungen sah, sich oft für das Desaster zu entschuldigen. Dabei sind beide Filme unterschätzt von Fans. Während "Batman Forever" einer der am schönsten fotografierten Filme des Genres ist, ist "Batman & Robin" immer noch ein buntes Spektakel.

Doch Joel Schumachers Beitrag zur Filmgeschichte war viel mehr als nur zwei "Batman"-Filme. Seine Arbeit als Kostümbildner war instrumental für den Erfolg der Woody Allen-Komödie "Der Schläfer" (1973) und Allens düsterem Familiendrama "Innenleben" (1978). Bevor er seinen Durchbruch als Regisseur hatte, schrieb Schumacher auch die Skripte zu "The Wiz" (1978) und "Car Wash" (1976).

Joel Schumacher, der verlässliche Thriller-Regisseur

Seine erfolgreichste Zeit als Filmemacher erlebte Joel Schumacher in den späten 1980er und durch die 1990er Jahre hindurch. Er war verantwortlich für Filme wie den Teenie-Vampir-Horror "The Lost Boys" (1987), den Sci-Fi-Thriller "Flatliners" (1990), das Selbstjustiz-Drama "Falling Down" (1993) und für die zwei stilbildenden John Grisham-Verfilmungen "Der Klient" (1994) und "Die Jury" (1996). Er war dabei vor allem dafür bekannt, früh große Talente wie Kiefer Sutherland, Matthew McConaughey, Michael Fassbender, Henry Cavill und Colin Farrell in tragenden Rollen zu besetzen.

Nach dem Flop von "Batman & Robin" wechselte Joel Schumacher zwischen von der Kritik gelobten Low-Budget-Filmen wie "Tigerland" (2000) und "Phone Booth" (2003) – beide mit einem damals noch unbekannten Colin Farrell in der Hauptrolle – und Hollywood-Flops wie "8MM" (1999), "Bad Company" (2002) und "Number 23" (2007). Er inszenierte zudem auch viele Folgen der Netflix-Serie "House of Cars" und Musikvideos für Künstler wie The Smashing Pumpkins, Seal und INXS.

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