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Apple TV+ verliert Doku mit Oprah Winfrey – aufgrund kreativer Differenzen

Apple TV+ muss auf einen wichtigen Dokumentarfilm für sein Sortiment verzichten. Schuld ist Oprah Winfrey.
Apple TV+ muss auf einen wichtigen Dokumentarfilm für sein Sortiment verzichten. Schuld ist Oprah Winfrey.
Foto: imago images / MediaPunch
Apple TV+ setzt ausschließlich auf selbst produzierte Inhalte, dementsprechend klein ist das derzeitige Sortiment des Streaming-Anbieters. Jetzt ist offiziell, dass ein weiterer Titel flöten geht.

Aufgrund technischer Probleme fielen erste Testberichte von Apple TV+ eher ernüchternd aus. Nun muss der kalifornische Konzern einen weiteren Rückschlag einstecken: Eine geplante Dokumentation zu sexuellen Übergriffen in der Musikindustrie wird nicht auf der Streaming-Plattform veröffentlicht werden. Denn: Oprah Winfrey hat sich jetzt offiziell als Produzentin von dem Projekt zurückgezogen – und schmälert somit das ohnehin geringe Titel-Sortiment des Anbieters. Was ist passiert?

Apple TV+: Darum lässt Oprah Winfrey den Titel-Katalog schrumpfen

Zwar ging Apple TV+ vor einigen Monaten mit einem absolut unschlagbaren Preis an den Start, doch Nutzer kritisieren seitdem die nur spärlichen Inhalte sowie die eingeschränkte Verfügbarkeit des Angebots. Auf der Streaming-Plattform werden ausschließlich selbst produzierte Inhalte veröffentlicht, es gibt keine lizenzierten Inhalte. Aktuell stehen erste Staffeln von zehn Serien und zwei Filme für Abonnenten des Dienstes zur Auswahl. Neue Inhalte werden nur einmal wöchentlich veröffentlicht, während die Konkurrenz, namentlich Netflix, Amazon und Sky, täglich sein Sortiment befüllt.

Nun wurde bekannt, dass Oprah Winfrey sich aufgrund kreativer Differenzen als Produzentin aus einem geplanten Dokumentarfilm zurückgezogen hat, den Apple vor etwa einem Monat für seine Plattform ankündigte. "Ich habe beschlossen, dass ich nicht länger Executive Producer bei der unbetitelten Dokumentation von Kirby Dick and Amy Ziering sein werde und dass diese nicht auf Apple TV+ ausgestrahlt wird, da die Filmemacher und ich in unserer kreativen Vision nicht übereinstimmen", lautet Winfreys offizielles Statement.

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Laut Winfrey benötigt der Film Nacharbeit

Winfrey sei der Meinung, der neue Film benötige in der jetzigen Form noch Nacharbeit. Offenbar ist Winfreys Produktionsgesellschaft weiterhin in der Lage, zu entscheiden, welche ihrer Inhalte auf Apple TV+ veröffentlicht werden – oder eben nicht veröffentlicht werden. Das ist problematisch für den kalifornischen Anbieter, da dieser somit den Katalog an Titeln für Apple TV+ noch langsamer als geplant befüllen kann, so Golem.

Das geringe Sortiment ist einer der Gründe, warum Apple TV+ zum Start noch nicht als ernstzunehmende Konkurrenz für Netflix und Amazon gelten kann. Doch nicht nur Film-Titel gehen dem Anbieter flöten, sondern auch elementare Features.

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