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So wenige Staffeln sollte die Kultserie "Lost" ursprünglich haben

"Lost" ist eine der besten Serien aus den 2000er Jahren auf Amazon Prime. Doch darum lief sie zu lange.
"Lost" ist eine der besten Serien aus den 2000er Jahren auf Amazon Prime. Doch darum lief sie zu lange.
Foto: imago images / Everett Collection
"Lost" gilt heute als eine der bahnbrechenden Kult-Mystery-Serien aus den 2000er Jahren. Alle sechs Staffeln gibt es aktuell im Abo auf Amazon Prime. Doch ursprünglich waren weniger Staffeln geplant.

Aktuell auf Amazon Prime: Alle sechs Staffeln von "Lost". Die ABC-Serie war vor dem Siegeszug von Netflix und anderen Streaming-Diensten eine populäre Mystery-Serie, die von 2004 bis 2010 lief. Wie der andere große Mystery-Hit "Akte X" zuvor, bestach die Serie durch ein großes Mysterium, dessen Auflösung immer weiter aufgeschoben wurde. So dass viele Fans, die bis zum Ende durchgehalten haben, etwas unbefriedigt und mit vielen Fragen zurückgelassen wurden. Jetzt haben die Macher endlich erklärt, wie es dazu kam, dass die Serie mehr Staffeln bekam als die Geschichte es vertrug.

"Lost" Staffeln sind drei zuviel, laut Damon Lindelof

Damon Lindelof, der später mit den Mystery-Serien "The Leftovers" und "Watchmen" Erfolge feiern würde, wurde zusammen mit Carlton Cuse berühmt als Showrunner von "Lost". In einem Interview vom 30. Juni 2020 verriet Lindelof nun, dass der ursprünglich Plan für "Lost" nur drei Staffeln war und er und Cuse nach der dritten Staffel das Handtuch werfen wollten. Doch als die Pilotfolge von "Lost" ein kolossaler Quotenhit wurde, bestand der US-Sender ABC darauf, dass mehr Staffeln her müssen.

Rückblickend erklärt Damon Lindelof, dass sie in der ersten Staffel bewusst viele Fragen aufgeworfen haben, die sie zum Teil am Ende von Staffel 1 und am Ende von Staffel 2 beantworten wollten. Die dritte "Lost"-Staffel sollte dann als großes Finale dienen. Doch der Sender war strikt dagegen eine Serie zu beenden, die damals von so vielen Millionen Menschen wöchentlich geschaut wurde. Einen Straßenfeger gibt man nicht so schnell auf, so die damalige Argumentation der ABC-Bosse.

Darum gab es keine zehn Staffeln von "Lost"

Erst als die ersten Folgen von Staffel 3 auf stärkere Kritik von Rezensenten und Zuschauern trafen, zeigten sich die ABC-Chefs einsichtig und erklärten sich dazu bereit, einen endlichen Staffelplan zu erstellen. Sie forderten aber zehn Staffeln, Damon Lindelof und Carlton Cuse aber warben für vier Staffeln. Am Ende trafen sie sich in der Mitte und einigten sich auf sechs Staffeln mit weniger Folgen pro Staffel, so dass die Autoren die nötige Zeit hatten, gute Ideen zu entwickeln.

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